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Körper und Geist im Einklang mit der Winterzeit

24.11.2009 15:04

Körper und Geist im Einklang mit der Winterzeit

Schon Hippokrates, der Vater der Medizin, hat den Einfluss des Wetters auf den menschlichen Körper erkannt: Als Teil des Kosmos wird der Mensch unmittelbar von seiner Umwelt beeinflusst, sodass sich Wetter, Wind, Wasser, Nahrung und Örtlichkeit direkt auf den Körper auswirken.

Ein gesunder Organismus lebt mit dem Wechsel der Jahreszeiten. Das Wetter ist ein natürlicher Einflussfaktor und unser Körper passt sich normalerweise automatisch den wechselnden Witterungsverhältnissen an, sodass es nicht zur Beeinträchtigung des Wohlbefindens kommt.

Warum fühlen wir uns dann aber ausgerechnet im Winter so müde? Wieso treten bestimmte Beschwerden ausgerechnet jetzt auf oder verschlimmern sich sogar? Was passiert bei der Winter-Depression?

Warum klagen so viele Menschen über die dunkle Jahreszeit, obwohl sie doch eine gemütliche Zeit der Besinnung ist?

Die Natur des Winters

Nicht nur Hippokrates, sondern auch die traditionelle chinesische Medizin und die Lehren des Ayurveda gehen davon aus, dass der menschliche Körper und der Geist durch das Wetter beeinflusst werden.

Der Wechsel der Jahreszeiten ist in der Natur deutlich zu sehen und zu spüren. Wenn wir aufmerksam unseren Körper beobachten, bemerken wir auch hier bestimmte Veränderungen: Das Schlafverhalten, die Stoffwechselleistung und die Stimmungslage zum Beispiel sind nicht in jeder Jahreszeit gleich.

Durch Beobachtungen in der Natur lassen sich am besten die Eigenschaften des Winters erfassen.

Der Schnee bedeckt die Erde und die Pflanzen, um sie zu schützen. Die Tiere ziehen sich zurück und haben das Bedürfnis, möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Es ist an der Zeit Energien und Ressourcen zu bewahren und aufzufüllen.

Auch der Mensch als Teil der Natur hat in der Winterzeit das Bedürfnis nach Ruhe, Entspannung und Regeneration. Doch wie oft ist es im Alltag wirklich möglich, diesem Bedürfnis nach zu geben?

Die Anforderungen im Berufs- und Familienleben sind groß und wir wollen ihnen gerecht werden. Die Erwartungen, die andere oder sogar wir selber an uns stellen, lassen uns oft keinen Raum, um unseren eigenen Grund legenden Bedürfnissen nach zu gehen. Somit leben wir gegen unsere Natur und schaffen die Grundlage für ein Ungleichgewicht in Körper und Geist.

Der Winter ist geprägt von Klarheit und Kälte.

Nach der traditionellen chinesischen Medizin herrscht zu dieser Zeit das Element Wasser vor. Wasser ist ein Grundbestandteil allen Lebens - der menschliche Körper besteht zu 78 % aus Wasser. Alle Aspekte unseres Organismus die mit Flüssigkeiten, dem Fließen und Flexibilität zu tun haben, werden durch das Wasser-Element bestimmt.

Der Blutkreislauf, das Lymphsystem; aber auch Urin, Schweiß, Speichel, Tränen und sexuelle Sekrete werden durch dieses Element maßgeblich beeinflusst.

Die mit dem Wasser verbundenen Organe sind Nieren und Blase.

Der Geschmack, der dem Element Wasser entspricht ist der salzige Geschmack. Durch ihn kann der Wasserhaushalt reguliert werden.

Sexualität, Fortpflanzung und der Zustand von Knochen und Zähnen hängen von einem ausgeglichenen Wasser-Element ab.

Das mit Wasser verbundene Gefühl ist die Angst. Angst entsteht durch das Festhalten von Dingen und Zuständen. Wenn wir lernen loszulassen, können die Energie und das Element Wasser frei fließen, Angst löst sich auf.

Die Tageszeit, die vom Element Wasser beherrscht wird liegt zwischen 15 und 19 Uhr. Zu dieser Zeit und im kompletten Winter ist das vorherrschende Element Wasser am leichtesten zu beeinflussen; sowohl im negativen, als auch im positiven Sinne.

Alle Aspekte des Körpers, die mit dem Element Wasser in Verbindung stehen, sind zu dieser Tageszeit  und im Winter besonders anfällig für Störungen.

Die Elemente

Feuer

Erde

Metall

Wasser

Holz

Tageszeit

11-15 Uhr

19-23 Uhr

7-11 Uhr

3-7 Uhr

15-19 Uhr

23-3 Uhr

Jahreszeit

Sommer

Spätsommer

Herbst

Winter

Frühling

Organe

Herz,

Dünndarm

Milz,

Magen

Lunge,

Dickdarm

Niere,

Blase

Leber,

Galle

Gewebe

Blutgefäße

Muskeln,

Binde- und Fettgewebe

Haut,

Haare

Knochen,

Gehirn,

Uterus

Muskeln,

Sehnen

Körper-funktion

Herz-Kreislauf

Verdauung,

Stoffwechsel

Austausch,

Ausschei-

dung

Ausschei-dung,

Statik

Bewe-

gung

Geisteseigen-

schaften

Inspiration

Logik

Instinkt

Weisheit,

Klugheit

Intuition,

Vision

Emotionen

Begierde,

Gelassen-

heit,

Freude

Zweifel,

Selbstbe-

wußtsein

Kummer,

Anhaftung

Mitgefühl

 

Angst,

Fähigkeit

zur

Anpassung

Wut,

Toleranz

Tab.: Die fünf Elemente im Vergleich

Der Körper besteht wie das komplette Universum aus fünf Elementen, die alle ihre besondere Funktion haben. Keines dieser Elemente ist wichtiger als die anderen, jedes Element ist zu jeder Zeit gegenwärtig und lebensnotwendig. Wichtig ist ein harmonisches Wechselspiel zwischen ihnen, damit Gesundheit erhalten wird.

Im Rhythmus der Natur leben

Die mit der Natur verbundenen Völker leben mit dem natürlichen Zyklus der Jahreszeiten. Sie wissen, dass ihr Körper und ihre eigene Natur dem gleichen Wandel unterliegen wie die Natur um sie herum.

Wir haben in der modernen Gesellschaft häufig das Gespür für unseren Körper und für seine wechselnden Bedürfnisse entsprechend der Jahreszeiten verloren: Unser „Jahresrhythmus" ist uns weniger bewusst als der „Tagesrhythmus". Wir leben ganz selbstverständlich mit dem Wechsel von Tag und Nacht, dem täglichen Wechsel zwischen einer aktiven und einer passiven Phase. Auch im Verlauf eines Jahres gibt es Phasen mit vermehrter Aktivität (Sommer) und mit verminderter Aktivität (Winter), die wir aber in Bezug auf unseren Körper weniger intensiv wahrnehmen.

Wie bereits beschrieben, ist die Winterzeit wichtig, um Kräfte zu sammeln. Da die Anforderungen an uns von außen aber weiterhin bestehen, wird gerade jetzt deutlich, in was für einem Spannungsfeld wir uns befinden: Einerseits möchten wir dem natürlichen Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung folgen, andererseits gilt es, weiterhin die alltäglichen Erwartungen zu erfüllen.

Dem modernen Menschen ist es kaum möglich mit dem Rhythmus der Natur zu leben, er wird um seinen „Winterschlaf" gebracht. In Folge dessen steigt die Überforderung und das Gefühl „nicht gut genug zu sein" nimmt zu. Gerade in der besinnlichen Winterzeit fühlen wir uns dann gehetzt, was letztendlich zu einer Winter-Depression führen kann.

Wie äußert sich eine Winter-Depression?

Von der leichteren Form soll jeder vierte Bundesbürger betroffen sein, ausgeprägte Störungen sind bei 2 bis 5 % der Bevölkerung zu beobachten, wobei Frauen im mittleren Lebensalter am häufigsten betroffen sind.

Vielleicht liegt es daran, dass Frauen durch die Doppelbelastungen in Familie und Beruf mehr unter Leistungsdruck geraten. Außerdem ist es die Natur der Frau, sich um das Wohl anderer mehr zu kümmern als um sich selbst. Somit bleiben die eigenen Bedürfnisse auf der Strecke, was vor allem im Winter besonders deutlich wird, da in dieser Zeit die Entspannung und Regeneration von Körper und Geist besonders wichtig ist.

Neben den typischen Symptomen einer Depression, kommt es hier zu zwei Besonderheiten: Appetitzunahme mit vermehrtem Verlangen nach Kohlenhydraten und Verlängerung der Gesamtschlafzeit. Dies verwundert nach den vorherigen Ausführungen keineswegs, denn so ein Verhalten entspricht der Natur des Winters.

Die Betroffenen klagen auch über das typische depressive Beschwerdebild mit Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Interesse- und Energielosigkeit.

Nicht nur die Tatkraft ist vermindert, sondern auch die Aufmerksamkeit. Es kommt außerdem zu Merk- und Konzentrationsstörungen, Unschlüssigkeit und Verlangsamung.

Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Ängste,  Reizbarkeit und eventuell sogar Aggressivität, Problem-Grübeln, Schuldgefühle und innere Leere sind häufig zu beobachten.

Außerdem besteht die Gefahr der Isolation und Rückzugsneigung.

Auf der körperlichen Ebene kann es zu Verspannungen, Magen- und Darmbeschwerden, Kopfdruck, Herzrasen, Herzschmerzen und Atemnot kommen. Da diese Symptome durch ein Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem  entstehen,  liegen häufig keine konkreten Befunde und Untersuchungsergebnisse vor. Trotzdem sollten diese Symptome ernst genommen und behandelt werden.

Ein Ungleichgewicht im Element Wasser

Das zur jeweiligen Jahreszeit vorherrschende Element ist besonders leicht zu beeinflussen. Das bedeutet einerseits, dass im Winter vor allem das Element Wasser schnell aus dem Gleichgewicht gerät, aber auch leicht zu harmonisieren ist.

Bei einem Ungleichgewicht des Wasser-Elementes werden Aspekte des Fließens und der Flexibilität in Körper und Geist gestört.

Mögliche Beschwerden sind Steifigkeit im Bewegungsapparat mit knackenden Gelenken und verminderter Flexibilität.

Es kommt zu einem vermehrten Kältegefühl im Körper. Beschwerden wie zum Beispiel Schmerzen und Unbeweglichkeit werden außerdem durch Kälte verstärkt. Die Symptome von Arthrose, Arthritis und Rheuma können vermehrt auftreten.

Außerdem kann es zu vermehrtem Durst, Haarausfall, häufigem oder seltenem Harndrang, übermäßigem oder unzureichendem Schwitzen kommen. Im Gesicht erkennt man eine Störung des Elementes Wasser an einer bläulich-schwärzlichen Verfärbung der Haut vor allem um die Augen herum.

Die Auswirkungen im Geist sind verminderte Anpassungsfähigkeit, Angst vor Veränderungen und die  Angst von Dingen überwältigt zu werden. Wenn sich diese Anspannungen und Beklemmungen entladen, kann Zittern im Körper auftreten.

Auch die Funktion von Nieren und Blase kann in der Winterzeit beeinträchtigt sein, da diese einen engen Bezug zum Wasser-Element haben. Diese Funktionsstörungen müssen sich nicht unbedingt an veränderten Blutwerten oder organspezifischen Beschwerden bemerkbar machen. Welche Symptome auftreten können wird deutlich, wenn wir uns im Folgenden die Bedeutung der Nieren aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin betrachten.

Die Art der Beschwerden hängt davon ab, wo sich bereits eine Schwachstelle in Körper und Geist befindet. Schwachstellen ergeben sich durch unsere Konstitution, das heißt durch unsere Veranlagung oder durch vorangegangene Störungen.

Die Nieren aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Nieren sind die „Wurzeln unseres Lebens", da hier der Sitz der Lebensenergie ist. Sie speichern die Substanz, die von unseren Eltern geerbt und durch die zugeführte Nahrung ergänzt wird. Diese Substanz ist grundlegend für Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung. Die Nieren beherbergen auch die grundlegende Energie, die Triebkraft aller Lebensvorgänge ist.

Die Nieren „produzieren das Mark, füllen das Gehirn und die Knochen". Somit fördern starke Nieren das Gedächtnis, die Konzentration, das Denken, das Sehen, feste Knochen und Zähne.

Die Nieren regulieren den Wasserhaushalt, indem sie die Umformung und den Transport von Körperflüssigkeiten gewährleisten.

Auch das Haarwachstum hängt von der Ernährung durch die Nierenenergie ab. Dünnes, brüchiges, stumpfes oder graues Haar bedeutet einen Mangel an Nierenenergie.

Bei schwachen Nieren kann es unter Umständen zu Inkontinenz oder Durchfall kommen.

Die Nieren beherbergen unsere Willenskraft: Zielgerichtetes Vorgehen mit voller Aufmerksamkeit ist Zeichen einer starken Nierenenergie. Bei Depressionen und verminderter Motivation ist die Niere schwach.

Die Nieren kontrollieren aber auch die physische Kraft und Fertigkeit, sodass uns starke Nieren zu ausdauernder und Kraft raubender Tätigkeit befähigen.

Ein Ungleichgewicht im Bereich der Nieren kann sich auch bemerkbar machen durch Lethargie, Schwellungen, Aufblähungen, heftige Schmerzen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Unfähigkeit Nahrung zu verdauen, schreckliche Ängste und Reizbarkeit.

Das Altern ist ein physiologisches schwächer werden der Nierenenergie im Laufe des Lebens. Viele Beschwerden und Veränderungen, die im Alter auftreten, machen dies deutlich: Abnahme der Konzentration, Zahn- und Haarausfall, Brüchigkeit der Knochen, verminderte Beweglichkeit und allgemeiner Kräfteverfall. Die Nieren zu schonen und zu unterstützen, kann daher einen verjüngenden Einfluss auf den Körper haben.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin sagt man, dass „die Niere  Trockenheit verachtet". Dies macht deutlich, dass ein Ungleichgewicht im Element Wasser, die Nieren schädigt oder zumindest irritiert. Vor allem trockenes Wetter und innere Trockenheit wirken sich negativ aus.

Da die Nieren einen engen Bezug zum Element Wasser haben, sind sie vor allem in der Winterzeit besonders gefährdet. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man daher die Nierenenergie stärken, um dem vorzeitigen Alterungsprozess und anderen Nierenfunktionsstörungen vorzubeugen. 

Mykotherapie - Der Einsatz therapeutisch wirksamer Pilze

Cordyceps sinensis - Der chinesische Raupenpilz

Dieser Pilz wird in China seit Jahrtausenden als allgemeines Stärkungsmittel eingesetzt. Aufgrund seiner Eigenschaft die Nieren zu stärken, ergeben sich aus dem zuvor Beschriebenen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für diesen Pilz:

  • - Er wird bei allgemeinem Kältegefühl, vor allem bei Kälte im Bereich des unteren Rückens und der Füße eingesetzt.
  • - Bei Schwäche und Erschöpfungszuständen nach Erkältungen ist dieser Pilz hilfreich.
  • - Zur Regeneration nach schweren Erkrankungen, vor allem zur Stärkung der Atemwege kann Cordyceps eingenommen werden.
  • - Bei Erkrankungen der Nieren und Harnwege hilft dieser Pilz.
  • - Sexuelle Störungen oder Unfruchtbarkeit können durch Cordyceps gelindert werden.
  • - Zur Verbesserung der Flexibilität des Bewegungsapparates, bei knackenden und schmerzenden Gelenken, aber auch bei Muskelschmerzen ist die Anwendung sinnvoll.
  • - Rheumatische Beschwerden können behandelt werden.
  • - Zur Förderung der Konzentrations- und Merkfähigkeit wird Cordyceps empfohlen.
  • - Die Einnahme bewirkt feste Knochen, Zähne und schönes Haar.
  • - Bei vielen altersbedingten Beschwerden und Erkrankungen kann Cordyceps prophylaktisch und therapeutisch eingesetzt werden.
  • - Auch die Behandlung von Inkontinenz ist möglich.
  • - Cordyceps hilft bei Ängsten, wie zum Beispiel der Furcht vor Veränderungen oder bei dem Gefühl, allem nicht gewachsen zu sein.
  • - Bei Depressionen, mangelnder Motivation und Niedergeschlagenheit bewirkt die Einnahme eine Stimmungsaufhellung.
  • - Dieser Pilz wird auch zur Leistungssteigerung bei Sportlern und bei anderen Aktivitäten, die Kraft und Ausdauer erfordern eingesetzt.
  • - Bei Beschwerden, die durch Kälte auftreten bzw. schlimmer werden, kann der Cordyceps harmonisierend wirken.

Reishi  (Ganoderma lucidum) - Der glänzende Lackporling

Der Reishi ist ein Pilz, den man sehr gut ergänzend bei den Beschwerden einsetzen kann, die im Winter verstärkt auftreten.

  • - Im Allgemeinen wirkt dieser Pilz bei allen Formen von Entzündungen.
  • - Auch bei Allergien an der Haut und den Atemwegen hat sich der Einsatz von Reishi bewährt.
  • - Schlaflosigkeit und innere Unruhe können mit diesem Pilz gut behandelt werden.
  • - Im Gegensatz zu Cordyceps wirkt der Reishi aber eher bei zuviel Hitze im Körper.
  • - Bei Schmerzen in Muskeln und Gelenken und bei eingeschränkter Beweglichkeit ist dieser Pilz sehr hilfreich. Allerdings muss man hier beachten, dass die Beschwerden durch Hitze im Körper (z. B. Entzündungen) und nicht durch Kälte ausgelöst werden. Bei Kälte bedingten Schmerzen und Steifigkeit empfiehlt sich der Cordyceps.

Bewusster Umgang mit Körper und Geist

Wie zuvor beschrieben besteht der Körper aus fünf Elementen. Sie sind alle lebensnotwendig und gleichzeitig vorhanden, aber bei jedem einzelnen Menschen in einem individuellen Verhältnis. Dieses individuelle Verhältnis kann als Konstitution oder Veranlagung beschrieben werden.

Die Konstitution bewirkt, dass manche Menschen eher im Winter, andere eher im Sommer oder Frühling mit bestimmten Beschwerden reagieren.

Die Art der Symptome richtet sich danach, welches Element gestört ist. Dies hängt wiederum davon ab, welches Element in der Konstitution vorherrscht, aber auch welches Element gerade in der Natur bedingt durch die Jahreszeit dominiert.

Wenn es uns also gelingt im Einklang mit unserer eigenen Natur, aber auch mit den Jahreszeiten und der Natur um uns herum zu leben, können wir Krankheiten vermeiden und Gesundheit erhalten.

Sich die eigene Konstitution bewusst zu machen hilft, viele Beschwerden zu verhindern. Erst dann können wir unsere individuellen Bedürfnisse erkennen, um ihnen dann auch nachzugehen. 

Dazu gehören auch der persönliche Tages- und Jahresrhythmus: Wenn wir im Winter dann zum Beispiel das Bedürfnis nach mehr Ruhe und Entspannung empfinden, sollten wir uns die Zeit dafür auch nehmen.

Es ist ganz natürlich, im Winter ein verstärktes Ruhebedürfnis zu haben. Erkennen wir diesen Zustand an, kommen wir auch nicht in den Teufelskreis von Leistungsdruck und Erschöpfung.

Bei allem was wir tun, sollten wir uns immer fragen, ob es unserem Körper und unserem Geist auch wirklich gut tut, denn nur dann können wir unsere Gesundheit bewahren.

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