Warum ist Pilzpulver vom ganzen Fruchtkörper den
Extrakten und dem Pilzpulver aus Mycelen vorzuziehen?
Diese
Frage wird oft diskutiert und war u. a. auch ein wichtiger
Diskussionspunkt auf dem 3. Internationalen Kongress für
medizinische Pilze im Oktober 2005 in Port Townsend, USA.
Unser
Immunsystem besteht aus verschiedenen Zelltypen, deren Anzahl und
Aktivität perfekt aufeinander abgestimmt sein müssen. Damit
Krankheitserreger oder auch entartete Zellen bekämpft werden können,
müssen die verschiedenen Zellen des Immunsystems ausreichend
vorhanden und aktiv sein.
Ist unser Körper
erschöpft oder von Genuss- und Umweltgiften belastet, arbeitet das
Immunsystem langsamer und eher träge. In diesen Fällen sind relativ
wenige dentdritische Zellen, Makrophagen und natürliche Killerzellen
aktiv. In Laboruntersuchungen und in Studien an Krebspatienten konnte
gezeigt werden, dass die Einnahme von Heilpilzen aus dem ganzen
Fruchtkörper die Zellen aktiviert. Dies geschieht allerdings nur,
wenn das Immunsystem geschwächt ist. Ein gesundes Immunsystem wird
dagegen durch die Pilze nicht "überaktiviert". Das
bedeutet, dass
Heilpilze aus dem ganzen Fruchtkörper adaptogen, d.h.
ausgleichend / regulierend wirken. Dadurch sind sie in der Lage,
Giftstoffe aufzunehmen und diese auszuscheiden. Pilze wirken also wie
ein Katalysator. Sie entziehen dem Körper die Giftstoffe und bringen
das Immunsystem wieder in die Balance.
Viele
Inhaltsstoffe
Nach einer vorsichtigen
Schätzung gibt es in Pilzen mehr als 1.000 sekundäre
Pflanzenstoffe. Die Wissenschaft kennt aber noch nicht einmal 50
davon genauer. Ebenso unklar ist, in welcher Form sich die
verschiedenen Inhaltsstoffe gegenseitig ergänzen oder abschwächen.
Fehler
durch isolierte Betrachtungsweise
Da in der Wissenschaft
immer nur die Wirkungsweise einzelner Inhaltsstoffe betrachtet wird,
entstand der Irrglaube, dass Extrakte bzw. Auszüge dem Pilzpulver
aus dem ganzen Fruchtkörper vorzuziehen seien. Somit kam es auch zu
nicht nachvollziehbaren Aussagen, dass solche Extrakte 20-fach
stärker wirken als Pilzpulver vom ganzen Fruchtkörper. Richtig wäre
lediglich, dass einige bestimmte Stoffe in einer entsprechend höheren
Konzentration vorliegen können. Hinzu kommt, dass sich die
Wissenschaft noch nicht einmal darüber klar ist, ob ein
Heißwasserauszug, ein Kaltwasserauszug oder ein alkoholischer Auszug
die richtige Auszugsvariante ist.
Natürliche
Balance und Entgiftung des Körpers nur mit Pilzpulver aus dem ganzen
Fruchtkörper
Unabhängig von solchen
Details ist festzuhalten, dass von den ca. 1.000 Inhaltsstoffen, die
im Pilzpulver vom ganzen Fruchtkörper enthalten sind, im Extrakt je
nach gewählter Auszugsvariante nur einige Inhaltsstoffe enthalten
sind. Alle anderen Inhaltsstoffe fehlen in den Extrakten, weshalb die
Extrakte auch keine adaptogene Wirkung haben. Unser Immunsystem wird
nicht mehr ausgeglichen und in die natürliche Balance gebracht. Die
Einseitigkeit von Extrakten kann sogar das Ungleichgewicht vergrößern
und somit Autoimmunerkrankungen noch fördern. Weiterhin können
Extrakte, im Gegensatz zu Pilzpulver vom ganzen Fruchtkörper, keine
Giftstoffe mehr aufnehmen und diese auf natürliche Weise
ausscheiden.
Extrakten
und Mycel-Pilzpulvern fehlen wesentliche Bestandteile
Ein weiterer wichtiger
Punkt, der gegen die Extrakte spricht, ist, dass Auszüge i. d. R.
nicht aus dem Fruchtkörper hergestellt werden, sondern nur aus dem
Mycel. Dem Mycel fehlen aber die Inhaltsstoffe aus den Lamellen des
Fruchtkörpers, d.h. aus den generativen Bestandteilen des Pilzes.
Diese sind aber beispielsweise bei dem Pilz
Reishi von allergrößter
Wichtigkeit, da die entzündungshemmenden Stoffe, wie z.B. die
Triterpene nur in den Lamellen zu finden sind. Den Extrakten fehlen
diese Stoffe gänzlich. Dasselbe gilt aber auch für Pilzpulver, das
nicht aus dem Fruchtkörper, sondern nur aus dem Mycel hergestellt
wurde. Bei dieser Methode ist die Problematik zusätzlich darin zu
sehen, dass die Mycelherstellung fast immer auf der Grundlage von
Getreidekörnern basiert. Hierbei kann 100 % bedeuten, dass über 50
% davon einfach Mehl ist, dass von Getreidekörnern stammt.
Klares
Ergebnis
Zusammenfassend kann
festgehalten werden, dass Pilzpulver vom ganzen Fruchtkörper sowohl
den Extrakten als auch dem Pulver aus Mycelen weit überlegen und
deshalb vorzuziehen ist.
Empfehlung
Beim
therapeutischen Einsatz von Heilpilzen sollte unbedingt darauf
geachtet werden, dass nur Erzeugnisse verwendet werden, die höchste
Qualitätskriterien erfüllen. Pilze wirken wie ein Katalysator für
die Aufnahme von Giften und vor allem von Pflanzenschutzmitteln.
Deshalb ist es wichtig, dass keine wild wachsenden Pilze verarbeitet
werden, da diese mit Umweltgiften aus Boden und Luft belastet sind.
Dies gilt auch für chinesische Pilze, da dort, wie allgemein
bekannt, sehr viele Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und die
Umweltbelastung um vieles höher ist als hierzulande. Deshalb
empfehlen wir heimische Betriebe, die ausschließlich Pilze für die
Verwendung in Kapseln erzeugen und diese unter kontrollierten
Bedingungen naturrein anbauen. Ebenfalls wichtig ist, dass die Pilze
erntefrisch verarbeitet werden und die Trocknungstemperatur 35°
Celsius nicht überschreitet. Nur so kann gewährleistet werden, dass
alle wertvollen Inhaltsstoffe der Pilze erhalten bleiben.