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Antioxidantien

Freie Radikale werden mittlerweile mit der Entstehung von über 50 Erkrankungen in Verbindung gebracht: Arteriosklerose, Herzinfarkt, Diabetes, Rheuma, Autoimmun­erkrankungen, Allergien, Immunschwäche, Krebs und viele andere mehr. Vor allem bei entzündlichen und degenerativen Erkrankungen spielen freie Radikale eine entscheidende Rolle.

Freie Radikale entstehen vermehrt durch unsere modernen Lebensbedingungen. Umweltverschmutzung, Alkohol, Rauchen, bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Zytostatika und die Antibabypille, Strahlenbelastung, Tumorerkrankungen, körperliche Überanstrengung, Stress und Zusätze in Nahrungsmitteln fördern die Bildung von freien Radikalen, es kommt zu oxidativem Stress.

Die Entstehung und Wirkung von freien Radikalen

Zur Energiegewinnung benötigt unser Organismus Sauerstoff. Im Zuge dieser Prozesse entstehen hochreaktive, aggressive Zwischenprodukte, die freie Radikale genannt werden. Es handelt sich um kleinste Teilchen chemischer Verbindungen, die ungepaarte Elektronen besitzen. Da diese das Bestreben haben, wieder eine gerade Anzahl von Elektronen zu erlangen, sind sie besonders reaktionsfreudig und entreißen anderen Molekülen einzelne Elektronen. Es kommt zur Oxidation.

Freie Radikale entstehen in unserem Körper einerseits permanent aufgrund der normalen Stoffwechselprozesse, andererseits aber auch durch äußere Einflüsse. Einige von Ihnen können durch eine gesunde Lebensweise vermieden werden, anderen ist der Mensch mehr oder weniger hilflos ausgeliefert. Freie Radikale entstehen zum Beispiel durch Stress, Nikotinkonsum und beim Sonnenbaden.

Bevorzugt stürzen sich die freien Radikale auf lebensnotwendige Proteine und Fette, aber sie können auch das Innere der Zelle, das Erbgut und unsere Zellmembranen angreifen. Insbesondere die zarten Membranen der menschlichen Zellen reagieren sehr empfindlich auf die Angriffe der freien Radikale und können leicht zerstört werden. Die so geschädigten Zellen sterben entweder ab oder sie verändern sich. Im Laufe des Lebens summieren sich diese Zelldefekte; Krankheiten entstehen oder es kommt zur vorzeitigen Alterung. Jedes Gewebe und jedes Organ des Körpers kann betroffen sein.

Die Bedeutung von Antioxidantien

Freie Radikale schädigen erst dann den Körper, wenn sie überhand nehmen und vom Körper nicht mehr kontrolliert werden können. Der gesunde Körper verfügt über Schutzmechanismen - sogenannte Antioxidantien, wie zum Beispiel Enzyme und Vitamine -, um diese reaktionsfreudigen Substanzen zu neutralisieren und sich so vor einem Übermaß an freien Radikalen zu schützen. Diese Schutzmechanismen sind in der Lage, ein Elektron abzugeben, ohne dabei selbst zum freien Radikal zu werden. So bedienen die Antioxidantien die freien Radikalen mit Elektronen und machen sie unschädlich, ihre Angriffslust wird gebremst und die Oxidation von Zellstrukturen und Eiweißmolekülen verhindert. Antioxidantien wirken also wie Schutzsubstanzen und sind Radikalfänger.

Wo kommen Antioxidantien vor?

Die Natur liefert uns Antioxidantien über eine ausgewogene gesunde Ernährung. Täglich nehmen wir diese in Form von Vitamin A, B, C und E, Betakarotin, Lykopin, Anthocyanen und Allicin auf. Außerdem nehmen wir mit den sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoide) Stoffe zu uns, die unsere Radikalfänger im Körper regenerieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, bei der ergänzenden Einnahme von Antioxidantien eine Mischung davon einzunehmen wie sie uns die Natur anbietet, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung ergänzen. So sind z.B. Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Selen für die Aktivität einiger Enzyme, die in Antioxidationsprozessen mitwirken, wichtig. Wissenschaftler der Penn State University haben herausgefunden, dass Pilze so reich an Antioxidantien sind, dass sie viele andere Lebensmittel übertreffen.

OPC als effektivste Antioxidantie

Die effektivste Antioxidantie ist OPC (Oligomere Proanthocyanidine) aus der Gruppe der Flavanole. OPC ist in großen Mengen in Traubenkernen enthalten. Entdeckt hat es der Franzose Masquelier, als er Anfang der 1940er Jahre Erdnüsse auf giftige Substanzen untersuchte. Dabei fand er eine farblose Substanz mit starker Schutzwirkung auf die Blutgefäße. 1995 konnte Masquelier den Nachweis erbringen, dass die gleiche Substanz auch in den Schalen und Kernen der Weintrauben vorkommt und diese Flavanole den Flavonoiden im Hinblick auf ihre Gefäß schützende Wirkung überlegen sind. Das OPC besitzt eine nahezu 100%ige Bioverfügbarkeit, da es innerhalb von Sekunden nach der Einnahme im Blut nachweisbar ist und sich im Körper verteilt. Es ist wasserlöslich und erreicht bereits nach 45 Minuten seine höchste Konzentration im Blut. Nach 72 Stunden ist es vollständig verbraucht. Es passiert ebenso wie Vitamin C die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet seine Wirkung auch im Gehirn. Bereits nach 24 Stunden hat sich die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße verdoppelt.

Laut Studien des Pasteur-Institutes und des Huntington-Institutes wirkt OPC nicht toxisch, nicht karzinogen (krebserregend) und nicht mutagen (Erbanlagen verändernd). OPC verbindet sich mit Proteinen, besonders mit Kollagen. Es bewirkt somit die Stärkung der Blutgefäße, verbessert die Blutzirkulation und kann zur Reduzierung von Plaques beitragen. Es sorgt für eine Verhinderung von Karies und Entzündungen, reguliert auch die Histaminausschüttung, führt zu einer höheren Belastbarkeit, einer Verbesserung der Gedächtnisfunktion sowie einer Verlangsamung des Alterungsprozesses. Außerdem stärkt OPC das Immunsystem.

Durch die besondere Wirkung auf das Kollagen, kommt es auch zu einer positiven Beeinflussung des Hautbildes und des Bindegewebes. Auch hormonelle Störungen und chronische Erschöpfung können mit Antioxidantien wirkungsvoll behandelt werden. Zusätzlich hat man eine direkte antivirale (Influenza- und Herpesviren) und antibakterielle Wirkung durch Proanthocyanidine festgestellt. Lebenswichtige Enzyme in Bakterien und Viren werden durch OPC zerstört und somit sind die Erreger ausgeschaltet.

OPC und natürliches Vitamin C als optimale Kombination

OPC verhält sich wie der Co-Faktor von natürlichem Vitamin C. Es verstärkt seine Wirkung und aktiviert daher vor allem die Kollagenproduktion. OPC und Vitamin C wirken synergetisch, d.h. sie unterstützen und potenzieren sich gegenseitig in ihrer antioxidativen Wirkung. Daher empfiehlt sich eine kombinierte Einnahme von natürlichem Vitamin C und OPC, um den optimalen Effekt zu gewährleisten. OPC kann nicht vom menschlichen Körper selbst produziert werden und muss, wie auch Vitamin C, mit der Nahrung aufgenommen werden. Mit der Nahrung nehmen wir durchschnittlich 3 mg Proanthocyanidine pro Tag auf. Empfohlen ist allerdings eine tägliche Menge von 20 mg pro 10 kg Körpergewicht. Laut wissenschaftlichen Studien ist die antioxidative Wirkung von OPC sogar 50 mal stärker als die von Vitamin E. OPC in Kombination mit natürlichem Vitamin C ist daher bei einer Vielzahl chronischer Krankheiten einzusetzen, aber auch zur Prophylaxe von späteren Gesundheitsschäden äußerst sinnvoll. Zu beachten ist jedoch auch hier, keine aus Traubenkernen extrahierten Einzelstoffe zu verwenden, sondern die ganzen Kerne. Das Zusammenwirken aller Inhaltsstoffe ist entscheidend.