Triterpene: Definition, Vorkommen in Pilzen und Wirkung

Was sind Triterpene und warum sie so wertvoll für uns sind!

Weiterhin ist Adenosin auch ein Baustein einiger Coenzyme. Ein Baustein des Adenosin wiederum ist Adenin. Ein Abkömmling (Derivat) hiervon ist das im Shiitake enthaltene Eritadenin.

Definition

Triterpene gehören zur Gruppe der Lipide.

Aus den Lipiden leiten sich die sogenannten Steroide ab. Dazu gehören unter anderem:

  • Steroidhormone
  • Sterine (= Sterole) wie Cholesterin oder Mykosterine (Ergosterin bzw. Ergosterol als Vorstufe von Vitamin D)
  • Gallensäuren

Triterpene zählen zudem zu den sekundären Pflanzenstoffen, die auch in Pilzen vorkommen. Da sie zu den Lipiden gehören, sind sie nicht in kaltem, sondern nur in heißem Wasser und in Alkohol löslich.

Vorkommen

Steroide sind etwa in den Pilzen Agaricus blazei murrill (ABM) und Cordyceps nachgewiesen. Reishi soll mehr als 100 verschiedene Triterpene enthalten und auch im Polyporus umbellatus hat man Triterpene (Polyporusterone) gefunden. Reishi ist hier besonders hervorzuheben, da er sehr reich an Sporen ist und sich Triterpene vor allem in den Sporen nachweisen lassen. In Hericium erinaceus wurden Diterpenoide (Cyathan-Derivat), also sogenannte Erinacine nachgewiesen. Ergosterol, auch Ergosterin genannt, ist zu finden in Agaricus blazei murrill (ABM), Cordyceps, Coriolus, Hericium, Maitake, Polyporus, Reishi (Fruchtkörper) und in Shiitake. Ein anderes Sterol, das Lanosterol, kommt im Reishi vor.

Wirkung

Terpene und die sich daraus ableitenden Substanzen wie die Triterpene sind für die adaptogene Wirkung der Pilze mitverantwortlich. Aufgrund ihrer chemischen Struktur kommen sie bei allen Erkrankungen zum Einsatz, bei denen normalerweise Steroidhormone wie Kortison eingesetzt werden.

Triterpene wirken sich positiv aus bei:

  • Entzündungen
  • Allergien
  • Viralen Erkrankungen (Hemmung der reversen Transkriptase bei HIV und EBV)
  • Lebererkrankungen (leberschützend)
  • Krebserkrankungen (zytotoxisch und anti-angiogenetisch)
  • Impotenz
  • Bluthochdruck: ACE (Angiotensin Converting Enzym) wird gehemmt; ACE wirkt indirekt gefäßverengend
  • Erhöhten Cholesterin– und Triglyzeridwerten (Hemmung der Cholesterinbiosynthese und Senkung von LDL-Cholesterin)
  • Thromboseneigung (antiaggregativ)

Triterpene des Polyporus (Polyporusteron A und B) wirken antioxidativ und antihämolytisch bei Hämolyse durch chemische Mittel.

Erinacine aus Hericium erinaceus wirken außerdem stimulierend auf die Nervenwachstumsfaktoren im Gehirn und in der Peripherie. Dies führt zur Regeneration und Remyelinisierung von Nerven. Außerdem bewirken die Nervenwachstumsfaktoren die Regulation der TH1- / TH-2-Immunantwort im zentralen Nervensystem bei Autoimmunprozessen.

Ergosterol, eine Vorstufe von Vitamin D2 (Ergocalciferol), kommt nur in Pflanzen oder Pilzen vor. Es ist für den menschlichen Körper essenziell und sehr wichtig für die Einlagerung von Kalzium in die Knochenmatrix.

Quellen

  • Willard, T.: „Reishi – Der Wunderpilz der alten Chinesen“; Wilhelm Heyne Verlag, 1999
  • Halpern, G.M.: „Healing Mushrooms. Effective Treatments for today’s illnesses“; Square One Publishers, 2007
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: „Moderne Mykotherapie“; Hinckel Druck, 2008
  • Smith, Rowan and Sullivan: „Medicinal Mushrooms: Their therapeutic properties and current medical usage with special emphasis on cancer treatments“; May 2002, University of Strathclyde
  • Halpern, G.M.: „Healing Mushrooms. Effective Treatments for today’s illnesses“; Square One Publishers, 2007

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