Auricularia polytricha – Gesunde Arterien und Venen

Der Auricularia polytricha ist ein wertvoller Vitalpilz, der vor allem wegen seiner blutverdünnenden Wirkung hochgeschätzt wird. Schon in der Traditionellen Chinesischen Medizin wurde er bei Blockaden in den Gefäßen eingesetzt. Auch seine positiven Effekte auf den Magen-Darm-Trakt und die Schleimhäute machen ihn in der Alternativmedizin sehr beliebt.

Im Deutschen ist der Vitalpilz unter den Namen Judasohr oder Holunderschwamm bekannt. Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie kürte ihn unter anderem wegen seiner gesundheitsförderlichen Wirkungen zum „Pilz des Jahres 2017“.

Geschichte und Pilzkunde

Was ist Auricularia?

Wenn wir hier vom Auricularia sprechen, meinen wir den Vitalpilz „Auricularia polytricha“. Hierbei handelt es sich um einen altbekannten Heilpilz, der bereits seit über 2600 Jahren von Heilkundigen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zur Linderung verschiedener Leiden eingesetzt wird. Der in Asien beheimatete Pilz hat weltweit enge Verwandte wie zum Beispiel den „Auricularia auricula“. In Europa treffen Sie in aller Regel auf den „Auricularia auricula-judae“. Alle erwähnten Pilze gehören zu der Familie der Ohrlappenpilze, ähneln sich sehr stark im Aussehen und haben ähnlich wertvolle Inhaltsstoffe für die menschliche Gesundheit, welche von Wissenschaftlern weltweit immer besser erforscht werden.

Ein Vitalpilz – Dutzende Namen

Auf Deutsch ist der Auricularia besser bekannt als „Judasohr“. Diesen Namen verdankt er einerseits seinem ohrenförmigen Erscheinungsbild und andererseits einer kleinen Legende: So soll sich der Apostel Judas, nachdem er Jesus verraten hatte, an einem Holunderbaum erhängt haben. An diesem Baum wuchs dann später der ohrenförmige Pilz. Tatsächlich ist der Holunder der bevorzugte Baum des Auricularia. Darum hört er auch auf Namen wie „Holunderpilz“ oder „Holunderschwamm“. Andere Titel beziehen sich mehr auf seine Form, so etwa „Ohrlappenpilz“, „Wolkenohr“, „Fliederöhrchen“ oder „Baumohr“. Im Englischen wurden dem Auricularia ähnlich anschauliche Namen wie „black woody ear“, „tree ear“ oder „black fungus“ verliehen.

In China, wo der Auricularia schon seit 600 vor Christus kultiviert wird, trägt er den Namen „Mu-Err“. Auricularia getrocknetSo kennen ihn viele Europäer auch von der Speisekarte chinesischer Restaurants. Wegen seiner häufigen Verwendung in chinesischen Gerichten – allen voran Suppen – hat er sich in der westlichen Welt als „Chinesische Morchel“ einen Namen gemacht. An dieser Stelle möchten wir kurz anmerken, dass getrockneter Auricularia aus China, der stundenlang in einer Suppe mitgekocht wurde, nicht mehr über sonderlich viele gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe verfügt. Die Konzentration der Inhaltsstoffe hängt nämlich stark von der Zuchtmethode, dem Trocknungsverfahren und der Verarbeitung ab. Bei Temperaturen über 40° Celsius gehen viele wichtige Substanzen im Pilz verloren.

Im europäischen Raum gibt es übrigens erste Hinweise auf die Verwendung von Auricularia aus dem 18. Jahrhundert. Der Naturforscher Carl von Linné erwähnt ihn beispielsweise in einem Buch von 1753. A. Lonitzer weist kurze Zeit später in seinem medizinischen Werk „Kreuderbuch“ auf die verschiedenen Heilkräfte des Auricularia hin.

Wie wächst der Auricularia?

Das Judasohr ist grundsätzlich weltweit zu finden. Am häufigsten ist es allerdings in gemäßigten, subtropischen Regionen wie Europa oder Nordamerika anzutreffen. Der Pilz ist äußerst robust gegenüber verschiedensten klimatischen Bedingungen. So verträgt er Hitze ebenso gut wie Frost. Darum können Sie auf den Auricularia das ganze Jahr über stoßen, sogar im Winter unter einer Schneedecke. Trotz allem ist der Herbst seine liebste Jahreszeit, in der er am besten wächst.

Wie bereits erwähnt, gedeiht der Auricularia besonders gut an Holunderbäumen. Doch können Sie ihn auch auf Birken, Rotbuchen, Walnussbäumen und Ulmen vorfinden. Er bevorzugt dabei alte oder bereits abgestorbene Exemplare. Wenn er sich vom Holz eines lebenden Baumes ernährt, nennen Experten ihn einen (Schwäche-)Parasiten. Bei Totholz als Nahrungsgrundlage sprechen sie von einem Saprophyten. Die meisten Vitalpilze wachsen übrigens auf Holz, worauf einige ihrer besonderen gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffe zurückzuführen sind.

Die Farbe des Auricularia changiert von Olivgrau über Rotbraun bis Rot. Da der Vitalpilz direkt am Baum wächst, ist sein Stiel nicht weiter ausgeprägt. Stattdessen ragt ein muschel- bzw. ohrenförmiger Fruchtkörper am Baumstamm hervor. Während sein Durchmesser von drei bis 15 Zentimeter variieren kann, ist er nur einen halben bis zwei Zentimeter dick. Der Fruchtkörper ist zäh, gallertartig und leicht transparent. Die Oberfläche wird als feinfilzig beschrieben. Wenn es regnet, saugt das Judasohr reichlich Wasser auf, sodass es zu einer enormen Größe anschwillt. Wird es jedoch geerntet und gänzlich getrocknet, schrumpft es bis auf ein Zehntel seiner Ursprungsgröße zusammen und wird recht hart.

Gesunde Inhaltsstoffe des Auricularia

Wie alle Speisepilze ist auch das Judasohr ein äußerst gesundes Lebensmittel. Hervorzuheben ist hier der geringe Fettgehalt bei zugleich hohem Anteil an Ballaststoffen und Proteinen. Zu den Ballaststoffen zählen auch die Polysaccharide, auf die viele verschiedene gesundheitsförderliche Wirkungen von Heilpilzen zurückzuführen sind. Insbesondere die Beta-Glukane spielen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Sie beeinflussen im Organismus unter anderem den Stoffwechsel positiv und stärken das Immunsystem. Daneben ist das Judasohr auch reich an Glykoproteinen, die ein ähnlich umfangreiches Wirkungsspektrum wie die Polysaccharide aufweisen.

Beim Eiweißgehalt ist zu betonen, dass Vitalpilze stets über alle essenziellen Aminosäuren verfügen. Das sind die Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie sind für diverse Körperfunktionen jedoch unverzichtbar. Eigentlich zur Kommunikation und zur Selbstverteidigung bildet der Auricularia außerdem bestimmte Lektine. Für den Menschen haben sie einen hohen gesundheitlichen Nutzen und sollen unter anderem an der blutverdünnenden Wirkung dieses Vitalpilzes beteiligt sein. Ein besonderes Interesse haben Mediziner außerdem an speziellen Biopolymeren, die im Judasohr vorkommen. Auf diese Stoffe führen sie seine senkenden Effekte auf Blutzucker, Cholesterin und Triglyzeride zurück. Aus diesen Gründen gelten diese  Biopolymere auch als Wohltäter der Leber.

Neben den bereits erwähnten Stoffen kommen in dem Pilz natürlich noch Vitamine und Mineralstoffe vor. Hervorzuheben sind hier die B-Vitamine, die in einer solch hohen Konzentration sonst fast nur in tierischen Produkten vorzufinden sind. Der Auricularia ist insbesondere reich an B-Vitaminen. Darüber hinaus weist er auch kleinere Mengen Vitamin C und Ergosterol, eine Vorstufe von Vitamin D auf. In relativ großen Mengen sind außerdem die Mineralstoffe Magnesium, Natrium, Kalzium, Kalium, Silizium und Phosphor sowie Eisen enthalten.

Der Judasohr-Pilz in der Küche

Während sich das Judasohr in der asiatischen Küche großer Beliebtheit erfreut, Auricularia in der Küche ist seine Verwendung in westlichen Küchen nicht sonderlich verbreitet. Zubereitet wird er glibberig, leicht knorpelig und hat so gut wie keinen Eigengeschmack. Die Asiaten mögen diese Textur in Suppen und Soßen dennoch sehr gerne. Außerdem hat der Auricularia die Eigenschaft, das ihn umgebende Aroma aufzunehmen. In Europa finden Sie ihn nur selten frisch zu kaufen. Am häufigsten wird er in getrockneter Form angeboten.

Was bewirkt der Auricularia?

Wenngleich das Judasohr in Asien schon sehr viel länger zur Behandlung diverser gesundheitlicher Probleme eingesetzt wird, ist es im europäischen Raum immerhin seit über zwei Jahrhunderten als Heilmittel bekannt. Dabei ist sein Wert für uns heute höher als je zuvor: Seine Inhaltsstoffe können gerade bei Leiden, die wir unter „Zivilisationskrankheiten“ zusammenfassen, Linderung verschaffen. Hierzu gehören vor allem solche Beschwerden, die mit Bewegungsmangel und ungesunder Ernährung zusammenhängen.

Vermutlich zeigt auch aus diesem Grund die Wissenschaft ein auffällig wachsendes Interesse am Auricularia. So finden sich in der medizinischen Fachdatenbank Pubmed aus den Jahren 1929 bis 2006 nur knapp 200 wissenschaftliche Artikel über diesen besonderen Heilpilz. In den letzten 15 Jahren kamen dann allerdings noch einmal gut 400 Artikel hinzu. In Google-Scholar, der wissenschaftlichen Suchplattform von Google, erscheinen für den Suchbegriff „Auricularia“ sogar 42.000 Treffer. Es ist also nicht zu leugnen, dass sich die moderne Wissenschaft zunehmend auch auf altbewährte Naturheilmittel besinnt. Mögliche Anwendungsgebiete erstrecken sich dabei von Herz-, Bauch- und Zahnschmerzen über Augenentzündungen bis hin zur Wundheilung. Einige der gesundheitlichen Probleme, bei denen sich das Judasohr bewährt hat, möchten wir Ihnen hier etwas ausführlicher vorstellen.

Der „Blutverdünner“ unter den Vitalpilzen

Aufgrund seiner Eigenschaft, den Blutfluss zu verbessern, ist der Auricularia einer der wichtigsten Vitalpilze bei der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen, allen voran Herzinfarkte, Schlaganfälle und Thrombosen. Als natürlicher Blutverdünner verbessert er effektiv die Fließeigenschaften des Blutes. An dieser Wirkung ist unter anderem das im Pilz enthaltene Adenosin beteiligt. Es sorgt für eine Erweiterung der Gefäße und steigert so die Durchblutung des gesamten Körpers. Zusätzlich unterstützen die Lektine und Beta-Glucane aus dem Auricularia den Fluss des Blutes. Wegen dieses Effekts kann die Einnahme von Auricularia-Kapseln über einen längeren Zeitraum sogar Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose reduzieren. Hinzu kommt eine präventive Wirkung gegen zerebrale Ischämie, die landläufig auch Hirninfarkt oder Hirnschlag genannt wird. Das Risiko, einen solchen zu erleiden, kann durch die Anwendung von Auricularia deutlich gesenkt werden.

Schutz für die Gehirn- und andere Zellen

Durchblutungsstörungen können sämtliche Organe und die Zellgesundheit belasten. Bei Menschen mit diesen Problemen Profitieren die Zellen im Gehirn, den Augen und natürlich auch im sonstigen Körper bei der Einnahme von Auricularia von einer besseren Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen. Für das Gehirn bedeutet dies vor allem eine geringere Gefahr einer vaskulären Demenz. Diese Form der Demenz geht u.a. auf einen Sauerstoffmangel und reduzierten Abfallstoffabtransport im Gehirn zurück, der meistens auf eine akut schlechte Durchblutung zurückgeht. Ursache hierfür kann zum Beispiel ein Schlaganfall sein. Dem wirkt das Judasohr ebenfalls entgegen, weil es die Aggregation von Thrombozyten und die Bildung von Fibringerinnseln reduzieren kann. Ein Schlaganfall entsteht ja durch ein verstopftes Blutgefäß im Gehirn. Diese Verstopfung kann von einer Thrombose herrühren, sprich einer Verklumpung der Thrombozyten. Indem der Vitalpilz dem Prozess des Verklumpens entgegenwirkt, senkt er automatisch die Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden.

Migräne, Tinnitus und weitere Leiden

Die durchblutungssteigernde und entzündungsreduzierenden Wirkung ist zudem bei äußerst unangenehmen Leiden wie Migräne, Krampfadern und Tinnitus hilfreich. Eine präventive Einnahme empfiehlt sich außerdem vor langen Flügen und bei anhaltendem Bewegungsmangel wie beispielsweise Bettlägerigkeit. Auch bei der sogenannten „Schaufensterkrankheit“ (Claudicatio intermittens) vermag das Judasohr das Leiden der Betroffenen zu lindern. Die Ursache dieser Krankheit ist ein Verschluss der peripheren Gefäße in den Beinen. Wegen dieses Engpasses werden die Beine bei Belastung nicht ausreichend durchblutet, wodurch es zu Schmerzen kommt. Indem der Auricularia die Gefäße stärkt und die Durchblutung steigert, gehen die Beschwerden zurück.

Mittel gegen Blutungen

Es mag zunächst paradox klingen, doch hemmt der Auricularia in manchen Fällen auch unerwünschte Blutungen. Obwohl er generell als ein Vitalpilz gilt, der das Blut besser fließen lässt, setzt die TCM ihn bereits seit Urzeiten bei Blut im Harn, blutenden Hämorrhoiden und Uterusblutungen ein. Dass er auch hier die gewünschten Effekte zeigt, liegt an der generellen Eigenschaft von Vitalpilzen, häufig ausgleichend zu wirken. Das heißt, sie bringen das System wieder in ein natürliches Gleichgewicht. Dabei gehen sie gegen ein Zuviel ebenso wie gegen ein Zuwenig vor.

Naturmittel bei ernährungsbedingten Gesundheitsrisiken

Wir belasten unseren Körper häufig durch den Genuss ungesunder Nahrungsmittel. Dabei stellen einfache Kohlenhydrate wie Glukose-Fruktose-Sirup oder Zucker, Fett (insbesondere tierisches) und Genussmittel wie Alkohol eine unnötige Belastung für unseren Organismus dar. Langfristige Konsequenzen sind ein erhöhter Cholesterinspiegel, Diabetes und ein metabolisches Syndrom mit Fettleber und Bluthochdruck. Das Judasohr kann einen gesunden Lebensstil zwar niemals ersetzen, doch hilft er dem Körper mit einer ungünstigen Ernährungsweise besser umzugehen. So senkt es beispielsweise den Cholesterinspiegel im Blut. Zusammen mit seiner blutverdünnenden Eigenschaft verringert es außerdem das Risiko, eine Arteriosklerose zu entwickeln.

In Studien konnten Wissenschaftler nachweisen, dass sich die Eigenschaft des Auricularias, den Blutzuckerspiegel wie auch die Triglyzeride im Blut zu senken, unmittelbar auf das Gewicht der Probanden auswirkt. Dafür gaben sie Frauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom regelmäßig Pulver vom getrockneten Pilz. Dadurch verbesserten sich nicht nur die Stoffwechselwerte, sondern auch die hormonelle Situation.

Dank seiner Ballaststoffe kann der Vitalpilz auch die Belastung der Leber mit Cholesterin und Triglyzeriden reduzieren. Da die Leber ein wichtiges Organ für die Verdauung und die Entgiftung ist, hängt ihr Wohlergehen unmittelbar mit unserem gesamten Gesundheitszustand zusammen. Darum ist es auch als sehr positiv zu betrachten, dass die Phenole, Triterpene, Polysaccharide und Peptide aus dem Auricularia polytricha die Leber pflegen und schützen.

Positive Wirkung auf Schleimhäute und Darm

Das Judasohr entfaltet im Körper eine entzündungshemmende Wirkung. Praktische Erfahrungen haben gezeigt, dass es insbesondere Entzündungen im Bereich der Augen, der Haut und der Schleimhäute lindert. In der Alternativmedizin wird es darum gerne im Zusammenhang mit Wechseljahrbeschwerden und hormonellen Veränderungen eingesetzt, da diese Umbrüche trockene Schleimhäute begünstigen.

Auch der Darm profitiert von den positiven Effekten des Judasohrs auf die Schleimhäute von Dünn- und Dickdarm. Zusätzlich stärkt der Vitalpilz die guten Darmbakterien. In Studien konnte seine präbiotische Wirkung bei Einnahme über längere Zeit nachgewiesen werden. Außerdem fanden Forscher in einer Untersuchung an Mäusen heraus, dass das Judasohr vor chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa schützen kann. Diesen Effekt schreiben die Wissenschaftler vor allem den Beta-1,3 Glykosiden zu. Der Auricularia hat zudem das Potenzial, Verstopfung zu lindern und für einen guten Stuhlgang zu sorgen.

Stütze des Immunsystems

Wie alle anderen Vitalpilze auch übt das Judasohr eine positive Wirkung auf unser Immunsystem aus. Experten beschreiben diesen Effekt lieber als immunmodulierend, da die Abwehrkräfte einerseits gestärkt werden, auf der anderen Seite aber gleichermaßen überschießende Reaktionen abgefangen werden. Überreaktionen liegen beispielsweise bei Autoimmunerkrankungen und Allergien vor. Der Auricularia hat darüber hinaus in wissenschaftlichen Studien eine antimikrobielle Wirkung bewiesen. So zeigten bestimmte Proteine aus dem Vitalpilz im Labor einen hemmenden Effekt auf die Vermehrung von Pathogenen wie Staphylococcus aureus, Bacillus subtilis, Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa, Klebsiella pneumoniae und den Hefepilz Candida albicans. Die Wissenschaftler gehen daher auch von einer Unterstützung des Organismus im Kampf gegen diese Krankheitserreger aus.

Oxidativer Stress in der Form von freien Radikalen bedeutet stets eine Belastung für die Gesundheit und ein Risiko für mitunter schwere Erkrankungen. Darum sollen an dieser Stelle die antioxidativen Eigenschaften des Judasohrs erwähnt werden. Untersuchungen zeigen, dass er die körpereigenen Antioxidantien fördert und oxidativen Stress reduziert. In einer Untersuchung wurde beispielsweise bei Mäusen ein künstlicher Alterungsprozess provoziert. In der Gruppe, die über 35 Tage Judasohr erhielt, fiel der oxidative Stress deutlich geringer aus als in der Vergleichsgruppe ohne Vitalpilz. Die Forscher stellten dabei einen geringeren Spiegel an Malondialdehyd fest sowie einen höheren Level von Superoxiddismutase und Glutathion.

Auricularia gegen Krebs

In diesem Bereich steckt die Medizinforschung noch in den Anfängen, doch erste Ergebnisse lassen hoffen, dass das Judasohr künftig ein starker Verbündeter auf Ebene der Alternativmedizin bei der Behandlung von Krebsleiden sein wird. So konnte bereits eine Hemmung des Wachstums von wenigstens fünf verschiedenen Tumor-Zelllinien durch den Vitalpilz beobachtet werden. Allgemein lässt sich sagen, dass eine Metastasierung auf dem Blutweg durch Substanzen, die die Thrombozyten und Fibrin hemmen, erschwert werden kann – diese hemmenden Eigenschaften hat Auricularia.

Große Hoffnungen liegen auf dem Judasohr bei der Bekämpfung von Leberkarzinomen. Diese sind besonders gefährlich, da sie meist erst spät erkannt werden und die Genesungschancen selbst nach einer operativen Entfernung relativ gering sind. Darum ist es überaus positiv zu sehen, dass der Auricularia die Apoptose, also den Tod von Leberkarzinom-Zellen herbeiführen kann.

Auch bei der Behandlung von Gebärmutterhalskrebs zeigt sich der Auricularia als große Stütze. So sind seine Polysaccharide in der Lage, die Effizienz der Chemotherapie zu erhöhen. Gleichzeitig verbessern die Antioxidantien aus dem Heilpilz die Abwehrkräfte der Patienten. Insgesamt zeigen sich durch die Einnahme des Pilzes während der schulmedizinischen Behandlung des Gebärmutterhalskrebses eine bessere Lebensqualität wie auch höhere Überlebenschancen der Betroffenen.

Weitere Wirkungsbereiche aus den Erfahrungen der TCM

Die TCM sammelt bereits seit über zwei Jahrtausenden Hericium Igelstachelbart in ZuchtErfahrungen bei der Verwendung des Vitalpilzes Judasohr im Zusammenhang mit verschiedensten Leiden. Im Gegensatz dazu steckt die moderne Erforschung seiner Effekte und Wirkungen noch in den Kinderschuhen. Einige tradierte Anwendungsgebiete wie Schleimhautentzündungen konnten aber bereits bestätigt und erklärt werden. Darum ist es wichtig, sich auch die weiteren Einsatzgebiete des Auricularias in der TCM anzusehen, da es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, bis diese in modernen wissenschaftlichen Studien bestätigt werden.

Die TCM setzt das Judasohr weiterhin bei folgenden gesundheitlichen Problemen ein:

Trockenheit der Schleimhäute: Der Auricularia befeuchtet die Schleimhäute und lindert so Verstopfungen, trockenen Husten, Blasenentzündungen und Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen.

Magenprobleme: Der Vitalpilz stärkt das Magen-Yin und schafft somit Abhilfe bei Verdauungsbeschwerden.

Linderung von Krämpfen, Taubheit und Schmerzen in den Gliedmaßen

Regeneration nach Unfällen oder Verletzungen: Das Judasohr verteilt und reguliert die Lebensenergie Qi. So hat der Körper mehr Kraft, sich von Verletzungen zu erholen.

Auricularia richtig anwenden

Sie haben nun einen Überblick erhalten, bei welchen gesundheitlichen Einschränkungen Ihnen das Judasohr helfen kann. Auch wenn es sich bei Vitalpilzen um Naturprodukte handelt, sollten sie dennoch fachmännisch eingesetzt und dosiert werden. Sprechen Sie eine Einnahme daher vorher unbedingt mit Ihrem Arzt, Heilpraktiker oder Mykotherapeuten ab. Gerne beraten Sie auch unsere Experten telefonisch zu den für Sie geeigneten Heilpilzen und deren Dosierung. Da es auf dem Markt eine Vielzahl von Anbietern von Vitalpilzen gibt, möchten wir Ihnen hier noch einen kurzen Leitfaden geben, auf was Sie beim Kauf achten sollten.

Wie züchtet man Auricularia?

Das Judasohr wird schon seit Jahrtausenden in Asien sowie seit ein paar Jahrzehnten in Europa kultiviert und für alternativmedizinische Zwecke präpariert. Wie Sie eingangs erfahren haben, ernährt sich dieser Vitalpilz vorrangig von Holz.  Daher kann er sehr gut auf Holzspänen angebaut werden. Seine Resistenz gegenüber Temperaturschwankungen macht die Zucht auch in unseren Breiten relativ einfach. Sie finden also ohne Probleme Anbieter von Auricularia-Pulver, die einen Anbau in Deutschland garantieren. Wir empfehlen Ihnen, Pilze aus deutschem Bio-Anbau zu bevorzugen, da die hier geltenden Richtlinien die höchste Qualität gewährleisten.

Welches Vitalpilz-Produkt sollte ich einnehmen?

Wir raten Ihnen davon ab, getrocknete Mu-Err-Pilze für alternativmedizinische Zwecke zu benutzen. Grundsätzlich können chinesische Suppen mit diesem Pilz eine gesunde Mahlzeit darstellen, doch erfüllt der gelegentliche Verzehr keinen therapeutischen Zweck. Hierfür sollten Sie vielmehr täglich Pulver vom ganzen, schonend getrockneten Auricularia einnehmen. Neben der Herkunft aus Deutschland ist vor allem der Anbau nach Bio-Richtlinien wichtig, da Pilze generell viele Giftstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen und somit direkt an den Konsumenten weiterreichen. Achten Sie bei Ihrem Anbieter außerdem darauf, dass die Herstellung des Pulvers transparent gemacht wird. Übrigens ist es am sichersten, Pilzpulver zu sich zu nehmen, das in Kapseln daherkommt. Die Kapseln schützen es nämlich vor Umwelteinflüssen und garantieren so eine lange Haltbarkeit. Außerdem sind sie praktisch, da einfach zu dosieren.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

  • Nianzhe Y., Mao X.: „Icons of Medicinal Fungi from China“; CRC Press; 1989
  • Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”; Botanica Press, 1995
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008

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