Poria Cocos – Der Vitalpilz zur Regulation von Nieren, Herz und Milz

Dieser Vitalpilz wird auch Kiefernschwamm genannt. Der seit Jahrhunderten in Ostasien angewendete Pilz fördert die Regulation des Wasserhaushalts im Körper. Er beruhigt das Herz und den Geist. Zusätzlich stärkt er die Milz.

Der Kokospilz in der Natur

Bekannt ist der Poria cocos auch unter dem Namen „Kokospilz“. Das hat aber nichts mit seinem Geschmack zu tun, sondern geht auf sein Aussehen zurück. Schließlich erinnert er mit seiner runden Form und seiner braunen Haut an eine Kokosnuss. Im Englischen wird der Poria cocos „Indian Bread“, „Indian Potatoe“ oder „Tuckahoe“ genannt. Sein chinesischer Name lautet Fu Ling.

In der freien Natur kommt dieser Heilpilz vorwiegend im Osten von China vor. Auch in Australien und in Teilen der USA ist er zu finden. Er wächst im Boden unter Kiefern. Daher stammt sicher auch sein deutscher Name „Kiefernschwamm“. Im Durchschnitt wird der Poria cocos 10 bis 20 cm, in Ausnahmefällen sogar bis zu 35 cm groß und kann ein Gewicht von bis zu 10 kg erreichen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Poria cocos

Der Poria cocos enthält eine große Bandbreite wichtiger Vitalstoffe, Proteine und sehr interessante Polysaccharide, darunter Beta-Pachyman und das entwässernd wirkende Poriatin. Hervorzuheben ist zudem sein Gehalt an verschiedenen Triterpensäuren und Cholin, beziehungsweise Lecithin. Wie alle Heilpilze enthält auch der Poria cocos Ergosterol (Vorstufe von Vitamin D2) und wertvolle Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Mangan.

Bedeutung in der Traditionellen Naturheilkunde

Der Poria cocos hat eine sehr lange Tradition in der Naturheilkunde, sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM als auch in der Volksheilkunde anderer Kulturen. So wurde dieser Vitalpilz bereits von den indianischen Stämmen in Nordamerika angewendet. Er gilt als traditionell bewährtes Tonikum zur Stärkung der Vitalität und des allgemeinen Wohlbefindens.

Ebenso wird er zur Unterstützung des harmonischen Fließens der Lebenssäfte sehr geschätzt, vor allem auch im fortgeschrittenen Lebensalter. Gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin hat der Poria cocos einen starken Organbezug zu den Nieren, der Milz und dem Herz. Damit verbunden ist sein hoher therapeutischer Wert bei Beschwerden und Krankheiten, die auf Störungen der Funktionskreise dieser Organe beruhen.

Poria stärkt die Niere und fördert den Harnfluss

Der Poria cocos trägt zur gesunden, physiologischen Regulation des Wasserhaushalts im Körper bei. Er regt die Ausleitung überschüssiger und gestauter Flüssigkeiten an. Er unterstützt die Diurese, das heißt die Wasserausscheidung über die Nieren. Problemen beim Wasserlassen wirkt er entgegen: spärlicher oder ausbleibender Urin, Harnverhalt und Restharnbildung. Dabei führt seine Anwendung – auch langfristig – weder zur Ausscheidung des so wertvollen Mineralstoffs Kalium noch zur Austrocknung.

Zu erwähnen ist auch der schützende Effekt dieses Vitalpilzes auf die Niere, besonders auf die Nierenkörperchen (Glomeruli). Poria reduziert hier Autoimmunprozesse und wirkt antientzündlich. Der in ihm enthaltenen Porikonsäure konnten antifibrotische Eigenschaften nachgewiesen werden. Darüber hinaus schützt der Kokospilz die Niere vor Toxinen, zum Beispiel vor Chemotherapeutika wie dem Cisplatin.

Der Vitalpilz für eine gesunde Milz und Verdauung

Weiterhin ist der Poria cocos ein wertvoller Heilpilz bei Milzschwäche. Das ist von großer Bedeutung, denn eine schwache Milz kann aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin unter anderem zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch mit Völlegefühl und weichem Stuhl oder sogar Durchfällen führen.

Gerne beobachtet man bei einer schwachen Milz auch Erschöpfung und Antriebslosigkeit, vor allem Müdigkeit nach dem Essen. Milzschwäche führt aus Sicht der TCM zu einer Ansammlung von Feuchtigkeit und Schleim (jegliche Form von Ansammlung oder Ablagerung wie zum Beispiel Knoten, Steine, Arteriosklerose).

Poria cocos verhindert Schleim- und Knotenbildung

Die TCM sieht in Schleim sowohl stoffliche als auch energetische Ablagerungen. Sie zeigen sich in unterschiedlichen Ausprägungen und sind mit verschiedenen Erkrankungen assoziiert sind: Lipome, Myome, Ödeme, Steine in Niere oder Gallenblase, Schilddrüsenknoten, aber auch arteriosklerotische Ablagerungen bis hin zur Tumorbildung. Der Schleim wird auch als Ursache für Völlegefühl, Erschöpfung, Kopfschmerzen und Herzbeklemmung angesehen.

Oft kommt es durch eine Fehlfunktion der Milz zur vermehrten Schleimbildung. Hier kann der Poria cocos helfen, die überlastete Milz zu unterstützen. Ursachen für eine Überlastung der Milz mit daraus resultierender Schleimbildung sind vor allem in der Ernährung mit zu viel Zucker und Genussmitteln, aber auch zu viel Milchprodukten und Rohkost zu finden. Bewegungsmangel und vieles Sitzen schwächt die Milz. Auch ein zu starker intellektueller Input übt sich negativ aus, denn die Milz hat die Aufgabe alle äußeren Einflüsse zu verarbeiten und zu integrieren.

Der Vitalpilz Poria beruhigt Herz und Geist

Die traditionelle Anwendung des Kiefernschwamm ist zur Beruhigung von Herz und Geist, bei Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Unruhe und Ängsten. Vor allem dann, wenn sie durch eine Milz oder Nierenschwäche hervorgerufen sind.

Studien belegen noch weitere Wirkungen des Poria cocos

Darüber hinaus hat der Kokospilz auch eine blutzuckersenkende Wirkung. Er wirkt Fetteinlagerungen in den Leberzellen entgegen. Außerdem hat er antientzündliche, antioxidative und antitumorale Eigenschaften.

Wie ist die optimale Dosierung und wann der Wirkungseintritt?

Die Dosierung und der Wirkungseintritt hängen von der Krankheit, dem Ausmaß der Belastung und dem individuellen Zustand des Erkrankten ab. Es sind viele Faktoren zu berücksichtigen, so dass wir unbedingt eine individuelle Beratung empfehlen.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

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  • DahaeLee, SeulahLee, Sang HeeShim, Hae-JeungLee, YoukyungChoi, Tae SuJang, Ki HyunKim, Ki SungKang: Protective effect of lanostane triterpenoids from the sclerotia of Poria cocos Wolf against cisplatin-induced apoptosis in LLC-PK1 cells. Bioorganic & Medicinal Chemistry Letters Volume 27, Issue 13, 1 July 2017, Pages 2881-2885
  • NaWang, Dengxiang, LiuJun, GuoYawei, SunTing, GuoXiaoyan, Zhu: Molecular mechanism of Poria cocos combined with oxaliplatin on the inhibition of epithelial-mesenchymal transition in gastric cancer cells. Biomedicine & Pharmacotherapy Volume 102, June 2018, Pages 865-873
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