Hericium – für ein ausbalanciertes Magen-Darm-System und starke Nerven

Viele Menschen in Asien nehmen den traditionellen Vitalpilz Hericium erinaceus zur Unterstützung ihrer Gesundheit ein. Seine beiden wichtigsten Wirkungsbereiche sind der Magen-Darm-Trakt sowie das zentrale Nervensystem. Auf sanfte Art und Weise lindert er chronische Beschwerden, die mit Reizdarm, Reizmagen, Geschwüren und chronischen Entzündungen einhergehen. Ganz wunderbar ist außerdem seine förderliche Wirkung auf Gedächtnis und Konzentration bei Demenzerkrankungen.

Geschichte und Pilzkunde

Was ist Hericium?

Der Hericium Pilz ist ein allgemein bekannter Vital- und Heilpilz. Darüber hinaus ist er auch ein schmackhafter Speisepilz. In unseren Breiten ist seine Verwendung in der Küche eher untypisch. In Asien hingegen kommt er durchaus regelmäßig in den Kochtopf.

Heilkundige der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sammeln bereits seit Jahrhunderten mit dem Hericium Erfahrungen, die durchweg positiv ausfallen. Eine der ältesten Erwähnungen dieses Heilpilzes stammt aus einem Medizinbuch, das im 16. Jahrhundert verfasst worden ist. Daher wissen wir, dass die Anwendungsgebiete des Hericium seit jeher verschiedenste Erkrankungen von Magen und Darm sowie diverse Nervenleiden umfassen.

Natürliches Vorkommen

Die Heimat des Hericiums erstreckt sich über die gesamte nördliche Hemisphäre.Hericium in seiner natürlichen Umgebung Hier ist er wild wachsend in Europa, Asien und Amerika zu finden. Der beste Nährboden für ihn ist dabei altes – meist totes – Hartholz. Im Allgemeinen bevorzugt er in unseren Breiten Buchen, Eichen und Ulmen, obwohl er durchaus auch auf dem Holz von Nuss- oder Obstbäumen gedeihen kann. Wenn er sich doch einmal auf lebenden Bäumen niederlässt, verletzen seine Sporen den Baum. In der entstehenden Wunde findet er dann seine bevorzugten Wachstumsbedingungen.

Aufgrund der lange Zeit üblichen strikten Durchforstung der deutschen Wälder, ist der Hericium bei uns nur sehr selten anzutreffen. Wenn Sie sich auf die Suche nach diesem außergewöhnlichen Speise- und Vitalpilz machen möchten, haben Sie die größten Chancen auf Erfolg in Wäldern mit feuchtem Boden. Aufgrund des sehr eigentümlichen Aussehens des Pilzes ist die Verwechslungsgefahr beim Sammeln relativ gering. Wenn ihm andere Pilze ähnlich sehen, dann sind dies ausschließlich Stachelbärte.

Namenskunde

Der Name „Hericium erinaceus“ leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für Igel „Erinaceus europeus“ ab. Auf Deutsch wird er deswegen auch Igelstachelbart Pilz genannt. Weitere Namen sind Löwenmähne, Korallenpilz und Pom-Pom blanc. All diese Titel verdankt der Hericium seinem eigentümlichen Aussehen. Auch der chinesische Name „Hou Tou Gu“ bezieht sich darauf. Er bedeutet auf Deutsch in etwa „Affenkopfpilz“. Dabei beziehen sich die Chinesen auf eine endemische Affenart, deren Gesicht vor lauter Fell kaum zu sehen ist. Auch die Japaner haben mit dem Hericium viele Erfahrungen gesammelt und nennen ihn gemeinhin „Yamabushitake“.

Aussehen

In unseren Breiten bildet sich der Fruchtkörper zwischen September und Winterbeginn aus. Von Weitem sieht der Igelstachelbart Pilz dann aus wie eine zottelige weiße Kugel. Seine Form kann durchaus auch oval, manchmal gar herzförmig ausfallen. Während der junge Pilz in reinem Weiß erstrahlt, verfärbt er sich im Laufe des Alterns cremefarben bis rötlich. Der Stiel ist, wenn überhaupt vorhanden, nur sehr kurz.

Ein erwachsener Pilz misst zwischen 20 und 40 Zentimeter Durchmesser. Die zwei bis fünf Zentimeter langen Stacheln fallen zu allen Seiten herab. Sie sind weich und stellen keinerlei Verletzungsgefahr dar. Ihre Aufgabe ist auch weniger die Verteidigung des schmackhaften Speisepilzes als vielmehr die Vergrößerung der Oberfläche des Pilzkörpers. So sind die Stacheln über und über mit winzig kleinen, weißen Sporen besetzt.

Igelstachelbart in der Küche

Während der Hericium wegen seiner Wirkung in Europa vorrangig als Naturheilmittel Verwendung findet, Hericium als Speisepilz in Suppewird in den Küchen Ostasiens gerne mit dem frischen Pilz gekocht. Dabei eignet er sich sowohl zum Braten als auch zum Kochen hervorragend. Roh ist er hingegen nicht genießbar. Das liegt an bestimmten Eiweißverbindungen, die Verklumpungen im Blut herbeiführen können. Beim Erhitzen lösen sich diese Eiweißverbindungen auf. Weiterhin ist bei der Zubereitung zu beachten, dass ausschließlich frische Pilze mit weißem Fleisch auf den Teller kommen. Ältere Pilze, die rötliche Verfärbungen aufweisen, sind für den Verzehr nicht geeignet.

Der Geschmack des Hericiums erinnert an Geflügel und Meeresfrüchte. Hierzu gesellt sich ein Aroma von Zitrone und Kokosnuss. Die Konsistenz ist dabei dem von Kalbfleisch ähnlich. In Asien benutzen Köche neben dem ganzen Pilz auch gerne seinen getrockneten und gemahlenen Fruchtkörper als Gewürz.

Inhaltsstoffe

Mikro- und Makronährstoffe

Folgende Angaben zu den Makronährstoffen des Hericiums verstehen Sie bitte nur als grobe Größenordnungen. Das genaue Verhältnis hängt nämlich stets vom Nährboden sowie den Wachstumsbedingungen insgesamt ab:
– Kohlenhydrate: 30 %
– Protein: 20 %
– Fett: 5 %
– Ballaststoffe: 35 %
– Mineralien: 10 %

Hinsichtlich der Mikronährstoffe ist zu erwähnen, dass im Igelstachelbart die Vitamine B1, B2, B3 und B5 enthalten sind. Außerdem verfügt er über zahlreiche essenzielle Aminosäuren. Weiterhin können sich je nach Substrat folgende Mineralien in dem Heilpilz finden:
– Eisen
– Kalium
– Natrium
– Phosphor
– Zink
– Selen
– Magnesium
– Kalzium
– Kupfer
– organisches Germanium
Besonders günstig ist dabei das Verhältnis von relativ viel Kalium zu wenig Natrium.

Physiologisch wirksame Inhaltsstoffe

Hinsichtlich der Inhaltsstoffe, die beim Hericium die Wirkung auf den menschlichen Körper entscheidend beeinflussen, sind an erster Stelle die sekundären Pilzstoffe zu erwähnen. Zu diesen zählen unter anderem die Nukleotide, Hericenone, Erinacine, Hericerine, Resorcinole, Sterole sowie die Mono- und Diterpene. Daneben zeigen beim Hericium die Erfahrungen, dass gleichermaßen auch seine Alkaloide, Polypeptide und Glykoproteine einen positiven Einfluss auf die Gesundheit ausüben. Wie bei vielen anderen Vitalpilzen spielen auch bei diesem hier die Beta-Glukane aus der Gruppe der Polysaccharide eine wichtige Rolle. Sie wirken erwiesenermaßen antibakteriell, entzündungshemmend, immunmodulierend, neuro-protektiv und antioxidativ.

Hericium: Anwendungsgebiete und Wirkungen

Während der Hericium in Asien von alters her als Heilpilz bekannt ist, hat er sich in Europa erst in jüngster Zeit einen Namen als Unterstützer der Gesundheit gemacht. Seit den 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts untersuchen Forscher in Deutschland die genauen Zusammenhänge zwischen den Stoffen im Hericium und seiner Wirkung. In der internationalen Datenbank für wissenschaftliche Forschungsartikel, Pubmed, finden sich derzeit knapp 250 Artikel zum Schlagwort „Hericium“ – bei Google scholar, der Wissenschaftssuche von Google, sind es 17.000. Ein Großteil davon befasst sich mit den zwei großen Anwendungsgebieten, die wir Ihnen hier kurz vorstellen möchten: Magen-Darm-Probleme und Nervenleiden.

Wie wirkt Hericium auf den Magen Darm-Trakt?

Der Igelstachelbart Pilz hat in vielfacher Hinsicht eine unterstützende Wirkung auf Magen und Darm.  Zahlreiche Heilkundige der Traditionellen Chinesischen Medizin haben bei der Gabe von Hericium Erfahrungen gemacht, die auf eine Steigerung der Gesundheit von Magen- und Darmschleimhäuten schließen lassen. So fördert der Heilpilz deren Aufbau wie auch Regeneration. Zugleich entfaltet der Hericium speziell im Magen-Darm-Trakt eine entzündungshemmende Wirkung. Darüber hinaus fördert er die Vielfalt der „guten“ Darmbakterien. Er ist somit ein Bewahrer der Darmflora.

Gesunde Schleimhäute gegen Allergien

Die Schleimhäute innerhalb unseres Verdauungssystems bilden eine Barriere zwischen dem Inneren unseres Körpers und der Außenwelt. Ist diese Barriere durchlässig, können schädliche und reizende Stoffe eindringen. Die Folge sind allergische Reaktionen, Asthma, Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine Schwäche des Immunsystems. Indem der Hericium Pilz für gesunde und starke Schleimhäute sorgt, beugt er derartigen Erkrankungen vor. Auch wenn Sie bereits seit langer Zeit unter Allergien, Hautausschlägen und häufig wiederkehrenden Infekten leiden, kann Ihnen der Hericium mit seiner Wirkung Linderung verschaffen.

Stabilisierung des Verdauungssystems

Aufgrund seiner gesundheitsförderlichen Funktion im Magen-Darmbereich bezieht die Alternativmedizin den Hericium in folgende Anwendungsgebiete mit ein:
– Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
– Magengeschwüre
– chronisch entzündliche Darmerkrankungen
– Reflux (Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre)
– Sodbrennen
Übersäuerung

Die Ursachen hinter all diesen Krankheitsbildern sind komplex. Viele Zusammenhänge sind bis heute noch nicht vollständig geklärt. Doch stehen am Anfang in der Regel bestimmte ungünstige Einflüsse, die dann das bislang funktionierende System aus dem Gleichgewicht bringen. Solche Schädigungen können beispielsweise von Medikamenten, Bakterien, Stress, Fehlernährung oder Autoimmunprozessen ausgehen. In der Folge verschiebt sich das Gleichgewicht zwischen den Faktoren, die die Schleimhäute schützen, und denen, die sie angreifen. Zu den Schutzfaktoren zählen zum Beispiel Schleim und Schleimstoffe, Ballaststoffe und eine günstige Darmflora. Belastend wirken können hingegen Allergene, pathogene Keime und Entzündungen.

Aufgrund seiner stabilisierenden Wirkweise wird der Igelstachelbart bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa gerne begleitend zur Schulmedizin eingesetzt. Neben dem Schutz der Darmschleimhaut ist vor allem seine anti-entzündliche Wirkung ausschlaggebend für die Linderung der Symptome. Selbst wenn die Probleme nur schubweise auftreten, empfiehlt sich in aller Regel eine kontinuierliche Einnahme des Vitalpilzes. Für eine genaue Empfehlung zur Dosierung besprechen Sie Ihren Einzelfall am besten mit einer unserer Expertinnen.

Auch im Bereich der Magenschleimhäute spielt die entzündungshemmende Hericium Wirkung eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von Beschwerden. Diese lindert Entzündungen, an denen zum Beispiel der Heliobacter pylori beteiligt sein kann. Wissenschaftler vermuten, dass dieser Bakterienstamm sowohl für die Entstehung von Magengeschwüren als auch von Magenkrebs verantwortlich ist. Dank seiner antibakteriellen Inhaltsstoffe geht der Igelstachelbart auch direkt gegen die schädlichen Bakterien vor. Somit bekämpft der Hericium ganz ohne Nebenwirkungen, aber mit doppelter Effizienz nicht nur bakteriell bedingte Entzündungen der Schleimhäute.

Der Hericium als Wohltäter der Darmflora

Wie Sie eben gelesen haben, wirkt der Hericium ggf. auch antibakteriell.  Im Gegensatz zum klassischen Antibiotikum kann er aber zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien unterscheiden. Dabei lässt er die guten Bakterien der Darmflora nicht nur in Frieden, sondern fördert sogar noch deren Wachstum. Er sorgt vor allem für die Vermehrung der Bakterien, die kurzkettige Fettsäuren produzieren. Die gesunde Darmflora spiegelt sich letztendlich auch in guten Blutwerten wider. So kann eine regelmäßige Einnahme von Hericium zu einer Verbesserung der Harnsäure-, Kreatinin- und LDL-Werte führen.

Darüber hinaus empfiehlt sich die Anwendung auch begleitend zu einer Antibiotika-Therapie. Hier kann der Hericium die Nebenwirkungen lindern, während er die beabsichtigte Wirkung unterstützt. Neben Antibiotika ist der Hefepilz Candida albicans eine der größten Bedrohungen unserer Darmflora. Doch auch hier erweist sich der Hericium Pilz als Schützer und Bewahrer, indem er das Wachstum des Hefepilzes effizient eindämmt.

Igelstachelbart gegen Krebs

Es hat sich gezeigt, dass der Hericium Pilz eine wirksame Begleittherapie für verschiedene Krebsleiden im Verdauungstrakt darstellt. Seine antitumorale Wirkung entfaltet er dabei auf zwei verschiedenen Ebenen:

1. Er stimuliert das Immunsystem und unterstützt es im Kampf gegen die Krebszellen. Grund hierfür ist unter anderem, dass er die Darmschleimhaut gesund hält. Diese stellt verschiedene Abwehrzellen her, die später im ganzen Körper und so natürlich auch im Bereich der Verdauungsorgane tätig werden. Darüber hinaus steigert der Hericium ganz gezielt die Aktivität von T- und B-Lymphozyten, Makrophagen und weiteren Immunzellen. Ein stabiles wie auch aktives Immunsystem hat in jedem Fall die besten Chancen, Krebszellen erfolgreich zu bekämpfen.

2. Die Inhaltsstoffe Ergosterin und Lektin sind außerdem in der Lage, das Tumorwachstum unmittelbar zu hemmen. Neben dem Tumor selbst werden auch mögliche Metastasen durch den Hericium in ihrem Wachstum ausgebremst.

Studien fanden eine bedeutsame antitumorale Hericium Wirkung auf folgende Krebsarten:
– Magenkrebs
– Dickdarmkrebs
– Speiseröhrenkrebs
– Sarkoma 180

Darüber hinaus scheint der Vitalpilz auch ein sinnvoller Begleiter der herkömmlichen Krebsbehandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie zu sein. So berichten Patienten davon, dass bei der Einnahme von Hericium weniger Nebenwirkungen auftreten als ohne begleitende Heilpilztherapie.

Was bewirkt Hericium bei Stress und Nervenleiden?

Der Igelstachelbart entfaltet seine gesundheitsfördernde Wirkung vor allem auch im Bereich des zentralen Nervensystems. So kann er verschiedene Nervenleiden lindern, selbst wenn deren Ursachen, wie beispielsweise bei Alzheimer, noch weitestgehend unklar sind. Darüber hinaus entfaltet der Hericium eine Wirkung, die als beruhigend und ausgleichend beschrieben werden kann. Aus diesem Grund steigert er in vielerlei Hinsicht das körperliche wie auch das psychische Wohlbefinden gleichermaßen.

Hilfe bei Reizmagen und Reizdarm

An diesem Punkt überschneiden sich die beiden zentralen Hericium Anwendungsgebiete Nerven- und Verdauungssystem. Sowohl Reizmagen als auch Reizdarm haben nämlich in aller Regel mit einer nervösen Überstimulierung zu tun. Der Darm wird von einem dichten Netz aus rund 100 Millionen Nervenzellen durchzogen. Das macht ihn zu einem zentralen Organ bei der Steuerung von Stressreaktionen. Auf der anderen Seite reagiert er wie auch der Magen unmittelbar auf Stress. Daher ist es für beide von Vorteil, dass der Hericium mentale Unruhe auf organischer Ebene abfängt und insgesamt ausgleichend wirkt. Er reduziert spürbar das Stresserleben auf psychischer Ebene.

Hericium für eine bessere Stimmung

Seit Jahrhunderten machen Heilkundige der TCM mit dem Hericium Erfahrungen, die eine stimmungsaufhellende Wirkung nahelegen. So verringern sich bei ihren Patienten nicht nur Stresssymptome wie Unruhe und Schlafstörungen. Selbst Depressionen und Ängste lassen in ihrer Intensität durch die Einnahme von Hericium nach. Daher wird der Vitalpilz auch gerne als Tonikum in den Wechseljahren eingesetzt. Dank seiner ausgleichenden Wirkung fallen hormonbedingte Stimmungsschwankungen nämlich deutlich geringer aus.

Unterstützung des Nervenwachstums

Zum Verständnis der nun folgenden Hericium Anwendungsgebiete ist es hilfreich, wenn wir uns ansehen, wie genau die Inhaltsstoffe des Vitalpilzes unsere Nerven beeinflussen. Die Laborforschung hat in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass vorrangig die Hericenone und Erinacine den Nervenwachstumsfaktor (NGF) stimulieren. Der NGF spielt eine entscheidende Rolle bei der Regeneration nach Nervenschädigungen. Diese können beispielsweise durch Traumata oder bestimmte Stoffwechselprozesse entstehen. Der NGF fördert den Wiederaufbau von Myelinscheiden. Hierbei handelt es sich um Zellen, die sich um die Nervenzellen herumwickeln. Sie sind sowohl für die Versorgung als auch für den Schutz der Nerven zuständig.

In einer Laborstudie mit Ratten sind Wissenschaftler diesem Prozess noch genauer auf die Schliche gekommen. So sind es wohl vorrangig die Oligodendrozyten, deren Ausbildung der Hericium stimuliert. Die Oligodendrozyten sind wiederum für die Myelinisierung der Nerven im zentralen Nervensystem zuständig. Das bedeutet, je mehr Oligodendrozyten es gibt, umso besser können die Nerven ihre Arbeit machen. Zusätzlich sorgt der Hericium aber auch dafür, dass ausreichend Myelin-Basis-Proteine synthetisiert werden. Ohne diese Grundbausteine kann der Körper keine Myelinscheiden herstellen.

Neben dem NGF und den Oligodendrozyten fördert der Hericium zusätzlich die neuronale Differenzierung. Hierfür machen die Forscher ein bestimmtes Polysaccharid verantwortlich, das im Igelstachelbart Pilz vorkommt. Außerdem weisen verschiedene Studien darauf hin, dass die Einnahme des Vitalpilzes mit einer längeren Lebensdauer von Nervenzellen insgesamt einhergeht.

Linderung von Demenz, Parkinson und anderen Neuropathien

Die eben beschriebenen Mechanismen machen den Hericium zu einem besonders wertvollen Heilpilz bei folgenden Erkrankungen und Problemen:
– Demenz (u. a. Morbus Alzheimer)
– Morbus Parkinson
– Traumata
– Schlaganfall
– Neuropathien

Bei Traumata, Schlaganfällen und Neuropathien erscheint es naheliegend, dass eine gute Versorgung der Nervenzellen und eine rasche Regeneration einen Vorteil im Krankheitsverlauf darstellen. Bei Parkinson ist der Zusammenhang ebenfalls recht deutlich: So steht hinter den typischen Symptomen wie dem Zittern der allmähliche Verlust von Nervenzellen in bestimmten Regionen des Gehirns. In der Folge kommt es zu einem Dopaminmangel, der wiederum Störungen am Bewegungsapparat hervorruft. Wenn nun der Hericium eine Wirkung hat, der den Verlust der Nervenzellen wenigstens verlangsamt, bedeutet dies einen klaren Vorteil für die Betroffenen.

Wie genau der lindernde Einfluss bei Demenz und im Speziellen bei Alzheimer aussieht, ist noch weitestgehend unklar. Das liegt allerdings auch daran, dass die Forscher bis heute nicht sicher sind, wodurch der schleichende geistige Abbau überhaupt verursacht wird. Bei Alzheimer vermuten sie eine Mischung aus Plaques, die sich im Gehirn ablagern, einhergehend mit dem Absterben von Nervenzellen. Da die Schulmedizin hier noch im Dunkeln tappt, ist es umso wertvoller, dass Betroffene mit dem Hericium positive Erfahrungen machen.

Eine Studie aus Japan untersuchte zum Beispiel die kognitiven Fähigkeiten von Personen zwischen 50 und 80 Jahren, die an einer leichten Demenz litten. Dabei verglichen sie die Gedächtnisleistungen einer Gruppe, die täglich 750 mg Hericium-Pulver zu sich nahm, mit denen einer Placebo-Gruppe. Die Hericium-Gruppe schnitt dabei signifikant besser ab als die Placebo-Gruppe. Es zeigte sich außerdem, dass der Effekt mit der Dauer der Einnahme größer wurde. Vier Wochen nach dem Absetzen des Hericium-Pulvers zeigten beide Gruppen wieder ähnliche kognitive Leistungen. Andere Studien geben auch Hinweise auf eine Verbesserung von Konzentration und räumlicher Orientierung unter der Einnahme von Hericium.

Multiple Sklerose

An dieser Stelle möchten wir noch eine weitere Hericium Erfahrung im Bereich der Nervenleiden ansprechen. Es geht um die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. Hier hat sich gezeigt, dass der Hericium Pilz die TH1- und TH2-Immunantwort im Bereich des zentralen Nervensystems positiv reguliert. Der Krankheitsverlauf kann so oft verlangsamt werden und Betroffene bemerken im Zuge der Einnahme von Hericium einen Rückgang ihrer Symptomatik.

Stütze für den Stoffwechsel

Im Zusammenhang mit der schützenden Wirkung auf die Magenschleimhaut haben wir bereits erwähnt, dass der Hericium Pilz sich positiv auf verschiedene Blutwerte auswirkt. So verringern sich durch seine Einnahme das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin und die Triglyzeride im Blut. Das schlägt sich wiederum in einem geringeren Risiko für Arteriosklerose und Bluthochdruck nieder.

Außerdem kann der Hericium Erfahrungen zufolge das Abnehmen unterstützen. Wie die meisten Vitalpilze fördert er nämlich die Entschlackung und das Ausscheiden von Giftstoffen.

Hericium bei Diabetes

Seit jeher gehen Kundige der TCM von einem regulierenden Effekt des Igelstachelbarts auf den Blutzuckerspiegel aus. Immer mehr neue Studien bestätigen diese Erfahrung. So zeigte eine Studie an Ratten, die unter Diabetes litten, dass der Heilpilz positiven Einfluss auf die entscheidenden Blutwerte und Neuropathien nehmen kann. Im Gegensatz zur Kontrollgruppe wies die Hericium-Gruppe einen geringeren Blutzuckerspiegel, niedrigere Serum-Triglyzeride sowie ein niedrigeres Gesamtcholesterin auf. Unter anderem können Inhaltsstoffe des Hericium die Alpha-Glucosidase hemmen, ein Enzym welches Stärke in Zucker umwandelt.

Wann kann ich Hericium noch einnehmen?

Neben all den genannten positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper erweist sich der Hericium Pilz immer wieder als ein Unterstützer des Immunsystems. Er stärkt es nachhaltig und unterstützt es im Kampf gegen Grippe und andere „gewöhnliche“ Infektionen. Selbst bei Krankenhauskeimen und Borreliose erhöht der Hericium die Heilungschancen.

Weiterhin gibt es Berichte von positiven Einflüssen des Hericiums auf:
– ADHS-Symptome
Beschwerden in den Wechseljahren
– Wundheilung

Hericium kaufen und richtig einnehmen

Weil sich Betroffene immer wieder Fragen stellen wie „Wo bekomme ich das beste Hericium-Präparat?“ oder „Wie nehme ich den Hericium am besten ein?“, haben wir hier für Sie noch ein paar Informationen zusammengestellt, die sich mit der Verwendung des Hericiums als alternativmedizinisches Therapeutikum beschäftigen.

Wo kann ich Hericium kaufen?

Da es in unseren Breiten so gut wie keinen Igelstachelbart Pilz aus Wildsammlungen gibt, beschränken sich die Optionen beim Kauf auf Züchtungen. Hier ist es in jedem Fall wichtig, auf einen erfahrenen Züchter zu setzen, der seine Anbaumethoden transparent macht. Aufgrund der verschiedenen Gesetze und Vorgaben in unterschiedlichen Ländern sind Sie bei deutschen Pilzzüchtern auf der sicheren Seite.

Aus den Zuchtmethoden muss klar hervorgehen, dass Bio-Standards eingehalten werden. Pilze ziehen Gift- und Schadstoffe an wie ein Schwamm. Darum landen alle Chemikalien und Pestizide aus dem Anbau letzten Endes in Ihrem Körper. Der Hericium gedeiht außerdem am besten bei rund 23° Celsius und 90 % Luftfeuchtigkeit. Unter diesen Bedingungen ist die Gefahr von Schimmel relativ hoch. Darum muss er unbedingt in einer sterilen Umgebung heranwachsen. Als Nährmedium kommen verschiedene zellulosehaltige Materialien infrage. So wächst der Hericium beispielsweise gut auf Holzmehl, Weizenkleie und verschiedenen Restprodukten aus der Landwirtschaft, wie Stroh oder Holzspänen. Das genaue Medium ist für die Qualität jedoch nicht ausschlaggebend, solange die anderen genannten Bedingungen eingehalten werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie sich für ein Hericium-Produkt von einem deutschen Hersteller entscheiden sollten, der sich glaubhaft an die Richtlinien der Bio-Landwirtschaft hält. Auf der sicheren Seite sind Sie außerdem, wenn sie sich nicht auf die Angaben beliebiger Internetshops und Händler verlassen, sondern möglichst direkt beim Produzenten einkaufen.

Wie kann ich Hericium einnehmen?

Wenn Sie mit dem Hericium ein gesundheitliches Problem behandeln möchten, müssen Sie den Pilz regelmäßig zu sich nehmen. Es reicht nicht aus, ab und zu den frischen Heilpilz als Beilage zur Hauptmahlzeit zu verzehren. Die meisten Züchter bieten ihre Vitalpilze ohnehin in gut haltbarer Form wie Pulver an.

Grundsätzlich sollte die Einnahme täglich erfolgen. Es hat sich dabei bewährt, Hericium Igelstachelbart Kapselndas gewählte Präparat jeweils mit etwas Abstand vor den Mahlzeiten einzunehmen. Außerdem empfehlen wir die Kapselform. In Kapseln hält sich das Pulver länger als offen. Zudem stecken im Pulver der ganze Pilz mit all seinen Inhaltsstoffen und nicht nur einzelne Auszüge. Achten Sie darauf, dass das Pulver bei schonenden Trocknungstemperaturen von maximal 40° Celsius hergestellt wurde. Höhere Temperaturen könnten wichtige Inhaltsstoffe zerstören.

Zur Dosierung lässt sich pauschal keine Aussage machen. Diese hängt neben dem genauen Präparat auch immer von Ihrer körperlichen Konstitution und dem spezifischen Problem ab. Konsultieren Sie gerne unsere Experten, um die für Sie ideale Dosierung herauszufinden.

Wie lange soll ich Hericium einnehmen?

Auch zum Zeitraum der Einnahme können wir keine pauschalen Angaben machen. Es ist jedoch in jedem Fall so, dass der Einsatz von Vitalpilzen immer über lange Zeit hinweg erfolgt. Dabei kann es sich um einige Wochen oder auch Jahre handeln. Da der Hericium keine Nebenwirkungen verursacht, ist dies überhaupt nicht problematisch. Wenn Sie eine Reaktion Ihres Körpers auf den Igelstachelbart bemerken, dann eher zu Beginn der Einnahme. Zu diesem Zeitpunkt können Veränderungen bei der Verdauung darauf hinweisen, dass der Pilz den Körper beim Entgiften unterstützt. Mögliche unangenehme Erscheinungen lassen sich durch eine vorübergehend geringere Dosis ganz leicht beheben. Ansonsten geben sie sich nach kurzer Zeit auch wieder ganz von alleine.

Wie schnell wirkt Hericium?

Die Wirkung des Hericiums setzt sofort mit der ersten Einnahme ein. Da es sich aber nicht um ein hochdosiertes Medikament, sondern um ein natürliches Heilmittel handelt, läuft die Reaktion im Körper verhältnismäßig sanft und langsam ab. Oft wird ein Heilpilz ja auch bei Problemen eingesetzt, die bereits seit längerer Zeit bestehen. Daher braucht es auch seine Zeit, bis die Ursachen und Mechanismen der Erkrankung nachhaltig durchbrochen werden. Im Gegensatz zu schulmedizinischen Mitteln müssen Sie jedoch auch bei einer längeren Einnahmedauer von Hericium nicht mit Nebenwirkungen rechnen.

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Wissenschaftliche Studien / Quellen

  • Takashi Mizuno et al.: „Antitumor-active Polysaccharides Isolated from the Fruiting Body of Hericium erinaceum, an Edible and Medicinal Mushroom Called yamabushitake or houtou.“; Biosci. Biotech. Biochem., 56 (2), 347-348, 1992
  • Hiromichi Kenmoku et al.: „Erinacine Q, a New Erinacine from Hericium erinaceum, and its Biosynthetic Route to Erinacine C in the Basidiomycete; Biosci.“; Biotech. Biochem., 66(3), 571-575, 2002
  • Eun Woo Lee et al.: „Two Novel Diterpenoids, Erinacines H and I from the Mycelia of Hericium erinaceum; Biosci.“; Biotech. Biochem.; 64(11), 2402-2405, 2000
  • Stamets, P.: „MycoMedicinals: An Informational Treatise on Mushrooms“; Myco Media, 2002
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008
  • Kawagishia, H. et al.: „Anti-Dementia Effects of a low polarity fraction extracted from Hericium Erinaceum.“; Japan
  • • Wong K. et al.: „Functional Recovery Enhancement Following Injury to Rodent Peroneal Nerve by Lion´s Mane Mushroom Hericium erinaceus .“; University of Malaya, Malaysia “Medicinal Mushrooms”, Botanica Press, 1995

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