Reishi – Ganoderma lucidum

Glänzender Lackporling – Reishi, der „Pilz des ewigen Lebens“ wirkt vor allem leberregenerierend und somit entgiftend. Er entfaltet außerdem durch den hohen Anteil an Triterpenen eine entzündungshemmende Wirkung.

Wohl kaum ein anderer Pilz wird schon seit jeher in Ostasien so verehrt wie der Reishi. Seit mehr als 4.000 Jahren sagt man ihm magische Kräfte nach und heute sind sie wissenschaftlich bewiesen!

Dieser Heilpilz ist sowohl in Asien als auch in Europa heimisch. Er liebt feuchte Standorte und wächst einzeln oder gesellig an Stümpfen und Stämmen von Laubgehölzen, insbesondere von Eichen. Der hölzerne Pilz hat ein nierenförmiges Aussehen mit einer wie lackiert glänzenden Oberfläche, die von braun bis purpurrot changiert und im jungen Stadium einen weißlichen Rand zeigt. Das Fleisch ist hellbraun. Die Hüte haben eine Größe von sechs bis zu 20 Zentimetern. Die meist seitenständigen, höckerigen Stiele werden bis zu 15 Zentimeter lang.

Hauptanwendungsgebiete in der Mykotherapie:

Reishi in China als Medizin eingesetzt und er wurde dort sogar als wertvoller eingestuft als der Ginseng.

Im bekannten Arzneimittelbuch „Shen Long Ben Tsao“ von vor ca. 2.000 Jahren werden alle zu dieser Zeit bekannten Kräuter in drei Klassen eingeteilt. Zur hochwertigsten Gruppe, die auch als „Kräuter Gottes“ bezeichnet werden, gehört auch der Reishi. Er wurde dort vor allen anderen Pflanzen an die oberste Stelle als „König der Heilpflanzen“, „Pilz des langen Lebens“ oder als „Kraut spiritueller Kraft“ gesetzt.

Aus heutiger Sicht sind diese Verehrungen gut zu verstehen. Denn fast alles, was man im alten China über die Wirkung des Reishi schrieb, konnte in wissenschaftlichen Studien der Jetztzeit nachgewiesen werden. Man kannte damals noch nicht das Schlagwort Immunkraft. Doch man meinte dasselbe, wenn man betonte: Der Reishi hilft, Krankheiten zu besiegen und erhöht die Lebenserwartung des Menschen. Er kann uns helfen, gesund zu bleiben und eben erst gar nicht krank zu werden, weil er sowohl eine vorbeugende als auch eine heilende Wirkung hat. In jedem Fall unterstützt er das Energiesystem des Körpers.

Dieser Heilpilz hat durch seinen hohen Gehalt an Triterpenen eine starke positive Auswirkung auf alle Entzündungen im Körper. Die in ihm enthaltenen Triterpene wirken ähnlich wie Kortison und dämmen die Hista-

minausschüttung, die für Schwellungen, Rötungen und Juckreiz verantwortlich ist, ein. Gerade Entzündungen entpuppen sich in letzter Zeit als zentrales Problem im Körper. Jüngste Forschungen haben gezeigt: Wenn der komplexe entzündliche Prozess entgleist, kann dies auch zu Herzinfarkt, zu Krebs, Diabetes oder Alzheimer führen. Somit spielt der Reishi eine zentrale Rolle wenn es um unsere dauerhafte Gesunderhaltung bzw. unsere Genesung geht.

Der Reishi ist einer der wichtigsten Heilpilze bei Allergien aller Art. Die in ihm enthaltenen Triterpene vermindern die Histaminausschüttung. Entzündungen an der Haut und den Schleimhäuten werden gelindert.

Er reguliert das Immunsystem und weckt und unterstützt damit die Selbstheilungskräfte unseres Körpers auch bei viralen Erkrankungen wie Herpes zoster und Herpes simplex.

Dieser Pilz wirkt vor allem leberregenerierend und somit blutreinigend und entgiftend. Insbesondere wirkt er auch bei chronischer Hepatitis. Durch den verbesserten Leberstoffwechsel kommt es zur Senkung der Blutfettwerte.

Seine Triterpene, die Ganodermischen Säuren, hemmen die Cholesterinsynthese und die Lipidakkumulation, senken den Blutdruck und wirken der Thrombozytenaggregation entgegen.

Neben seinem Leberbezug hat der Reishi einen starken Bezug zur Lunge. Er ist überaus günstig bei Asthma, chronischer Bronchitis, Husten und Atemnot. Gerade bei chronischen Atemwegserkrankungen mit verminderter Sauerstoffversorgung ist der Reishi hilfreich, denn er verbessert die Sauerstoffsättigung des Blutes durch seinen Gehalt an Germanium. Dies ist auch für Sportler sehr hilfreich, vor allem weil er auch ein Tonikum ist, das Energie bringt und die Ausdauer erhöht. Eine Studie berichtet von 900 Soldaten, die sich in Tibet auf einer Höhe von 4.700 Metern aufhielten. Trotz dieser sauerstoffarmen Umgebung waren sie nach der Gabe von Reishi fast gänzlich frei von Nebeneffekten wie Erbrechen oder Kopfschmerzen. Eine Kontrollgruppe zeigte wesentlich mehr Symptome der Höhenkrankheit.

Die verbesserte Sauerstoffversorgung des Körpers, wirkt sich auch positiv auf die Herzaktivität aus: Der Reishi verbessert die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels, hilft bei verengten Herzkranzgefäßen, Herzrhythmusstörungen, starken Blutdruckschwankungen und Herzschwäche.

Da der Reishi einen starken Organbezug zur Leber besitzt, ist er bei Hautkrankheiten unbedingt einzusetzen. Durch die entgiftende und blutreinigende Wirkung kommt es zur Entlastung bei allen Formen von Hauterkrankungen. Der antientzündliche und antiallergische Effekt ist hier auch sehr von Nutzen.

Auch bei der Fibromyalgie ist der Reishi mit seiner entgiftenden Wirkung sehr von Vorteil. Außerdem beeinflusst er die damit häufig verbundenen vegetativen Symptome günstig, indem er bei sympathikotonen Zuständen ausgleichend auf das Vegetativum wirkt.

Bei Muskeldystrophie ist er ebenfalls einzusetzen und bei verspannter Muskulatur hat er eine besonders entspannende Wirkung. Das in diesem Heilpilz enthaltene Adenosin wirkt beruhigend und entspannend auf die Muskulatur und hat so eine dem Neurotransmitter Azetylcholin entgegengesetzte Wirkung. Die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Kontraktion der glatten Muskulatur wird herabgesetzt. Weiterhin hilft der Reishi mit seinem hohen Gehalt an Triterpenen, die bei Stress vermehrte Histaminausschüttung zu regulieren.

Dieser Heilpilz führt zur Verbesserung neurologischer Leiden, insbesondere bei Kraftlosigkeit, Nervenschwäche, Vergesslichkeit, innerer Unruhe und Schlaflosigkeit.

Reishi ist in der Lage, durch die Aktivierung von Superoxiddismutase, Glutathion-S-Transferase und Laccase oxidativen Stress zu mindern.

Er reguliert das Immunsystem und weckt und unterstützt damit die Selbstheilungskräfte unseres Körpers auch bei viralen Erkrankungen wie Herpes zoster und Herpes simplex.
Der Reishi wirkt vor allem leberregenerierend und somit blutreinigend und entgiftend. Insbesondere wirkt er auch bei chronischer Hepatitis. Durch den verbesserten Leberstoffwechsel kommt es zur Senkung der Blutfettwerte.

Durch Studien nachgewiesenen Wirkung

  • die Histaminfreisetzung wird durch die enthaltenen Triterpene herabgesetzt
  • es kommt zur Senkung des Gesamtcholesterins in Plasma und Leber über eine verminderte Cholesterinsynthese und / oder einen beschleunigten Cholesterinstoffwechsel
  • Reishi ist bei akuter und chronischer Hepatitis einzusetzen. Er wirkt antientzündlich und antifibrotisch bei Leberzirrhose
  • die oxidative Schädigung von Leber und Nieren kann verhindert werden
  • bei Herpes zoster werden Schmerzen und Hauterscheinungen reduziert
  • es kommt zu einem direkten antiviralen Effekt auf den Herpes simplex Virus: Die Bindung an die Wirtszelle und das Eindringen werden verhindert
  • unabhängig davon, ob die Einnahme vor oder nach der Bestrahlung (Röntgenstrahlen) erfolgt, kommt es zu einer schnelleren Wiederherstellung der ursprünglichen Leuko-, Erythro- und Thrombozytenspiegel
  • Reishi wirkt nervenschützend und fördert die Differenzierung von Nervenzellen
  • Reishi kann bei Muskeldystrophie eingesetzt werden

Einsatzbereiche in der Traditionellen Chinesischen Medizin

Eigenschaften: süß, warm bis neutral

  • wirkt auf Magen, Milz, Lunge, Leber, Niere und Herz
  • beruhigt und nährt das Herz
  • tonisiert Qi und Xue, nährt das Blut
  • bewegt Toxine und zerstreut Akkumulation
  • leitet Hitze und Schleim aus
  • adstringierend
  • beruhigt den Geist
  • Tonikum
  • Sedativum
  • bei Entzündungen, Bluthochdruck, Lebererkrankungen, Krebs, Schlaflosigkeit, Husten, Schwindel, wenig Appetit, Asthma, Bronchitis, Magengeschwür, Arthritis, Neurasthenie, Nephritis, Höhenkrankheit, Muskeldystrophie
  • zur Immunmodulation

Quellen

  • K.Tasaka,…: „Antiallergic constituents in the culture medium of Ganoderma lucidum.(I) Inhibitory effect of oleic acid on histamine release“; Agents and Actions, vol. 23, 3 / 4 (1988)
  • Hiroshi Koda,…: „The Biologically Active Constituents of Ganoderma lucidum (Fr.) Karst. Histamine Release – Inhibitory Triterpenes.“; Chem. Pharm. Bull., 33(4), 1367- 1374 (1985)
  • K.Tasaka,…: „ Antiallergic constituents in the culture medium of Ganoderma lucidum.(II) The inhibitory effect of cyclooctasulfur on histamine release.“; Agents and Actions, vol. 23, 3 / 4 (1988)
  • Yearul Kabir,…: „Dietary Effect of Ganoderma lucidum Mushroom on Blood Pressure and Lipid Levels in Spontaneously Hypertensive Rats (SHR).“; J. Nutri. Sci. Vitaminol., 34, 433-438, 1988
  • Guo-Liang Zhang,…: „Hepatoprotective role of ganoderma lucidum polysaccharide against BCG-induced immune liver injury in mice.“; World J. Gastroenterol 2002 August 15; 8(4): 728-733
  • Ying-Hua Shich,…: „Evaluation of the Hepatic and Renalprotective Effects of Ganoderma lucidum in Mice.“; Am. Journal of Chinese Med., Vol. 29, Nos.3-4, pp. 501-507, 2001
  • Yasuyo Hijikata, Seika Yamada: „Effect of Ganoderma lucidum on Postherpetic Neuralgia!“; Am. Journal of Chin. Med., Vol. XXVI, No. 3-4, pp. 375-381, 1998
  • Hsue-Yin Hsu,…: „Radioprotective Effect of Ganoderma Lucidum (Leyss. Ex. Fr.) Karst after X-ray Irradiation in Mice.“; Am. Journal of Chin. Med., Vol. XVIII, Nos. 1-2, pp. 61-69, 1990
  • William M.W. Cheung,…: „Ganoderma extract activates MAP kinases and induces the neuronal differentiation of rat Pheochromocytoma PC12 Cells.“; FEBS Letters 486 (2000) 291-296
  • Seong-Kug Eo,…: „Possible mode of antiviral activity of acidic protein bound polysaccharide isolated from Ganoderma lucidum on herpes simplex viruses.“; Journal of Ethnopharmacology 72 (2000) 475-481
  • Prof. Dr. med. Ivo Bianchi: “Moderne Mykotherapie”; Hinckel Druck, 2008
  • Hobbs, C.: “Medicinal Mushrooms”; Botanica Press, 1995

Hinweis: Bitte lassen Sie sich vor der Anwendung von Ihrem Therapeuten beraten.

Nutzen Sie unsere kostenfreie telefonische Beratung!

Rufen Sie uns an unter: 06047/ 37915-0 (Montag bis Freitag von 8 – 18 Uhr)

Kostenfreie
telefonische Beratung:
06047/ 37915-0